Israel und der Nahostkonflikt - Aktuelles und Perspektiven

  • Schon allein deswegen, weil Israel auch sofort über das Treffen in Damaskus Bescheid wusste, zwischen den Generälen der Revolutionsgarden und dem Islamischen Dschihad, ist es wirklich nicht glaubhaft, dass man im Vorfeld des 7.10. nicht Kenntnis über diverse Zusammenkünfte hatte. Entweder hat man es seitens der Geheimdienste einfach unterschätzt oder die Regierung hat aus welchen Gründen auch immer nicht adäquat reagiert. Das hat mit Victim Blaming nicht das Geringste zu tun.

    Aber wenn wir schon bei "Schuldzuweisungen sind", Europa hat unter anderem den Iran stark gemacht. Mit diesem Eiertanz, den Samthandschuhen, hat man gar nichts erreicht. Ganz im Gegenteil.

    Und mal ganz konkret - wie genau hätte man den Iran einhegen können?

    RG auf die Terrorliste setzen. Die Geldflüsse, die Propagandakanäle, so gut es geht, einschränken. Zum Beispiel das Islamische Zentrum in Deutschland schließen. Und es gibt natürlich auch Erpressungen seitens des Irans. Ein iranischer Geheimdienstagent, der Anschläge in Europa verüben wollte, wurde von Belgien aus gegen Europäer, die im Iran verhaftet wurden, ausgetauscht. Voll verständlich, aber so macht man sich natürlich erpressbar.

  • Schon allein deswegen, weil Israel auch sofort über das Treffen in Damaskus Bescheid wusste, zwischen den Generälen der Revolutionsgarden und dem Islamischen Dschihad, ist es wirklich nicht glaubhaft, dass man im Vorfeld des 7.10. nicht Kenntnis über diverse Zusammenkünfte hatte. Entweder hat man es seitens der Geheimdienste einfach unterschätzt oder die Regierung hat aus welchen Gründen auch immer nicht adäquat reagiert. Das hat mit Victim Blaming nicht das Geringste zu tun.

    Aber wenn wir schon bei "Schuldzuweisungen sind", Europa hat unter anderem den Iran stark gemacht. Mit diesem Eiertanz, den Samthandschuhen, hat man gar nichts erreicht. Ganz im Gegenteil.

    Und mal ganz konkret - wie genau hätte man den Iran einhegen können?

    RG auf die Terrorliste setzen. Die Geldflüsse, die Propagandakanäle, so gut es geht, einschränken. Zum Beispiel das Islamische Zentrum in Deutschland schließen. Und es gibt natürlich auch Erpressungen seitens des Irans. Ein iranischer Geheimdienstagent, der Anschläge in Europa verüben wollte, wurde von Belgien aus gegen Europäer, die im Iran verhaftet wurden, ausgetauscht. Voll verständlich, aber so macht man sich natürlich erpressbar.

    Ja, da hast Du natürlich einige passende Punkte genannt. Vor allem das Thema Islamische Zentrum in Hamburg. Aber es gibt schon einen Grund, warum sich solche Organisationen in Deutschland so wohl fühlen 🙄

    • New

    Das klingt jetzt aber hart nach Victim Blaming.

    Die israelische Regierung ist jetzt nicht unbedingt das Opfer vom 7. Oktober, sondern eher Nutznießer der sich ergebenden Kriegssituation.

    Ach so, Du meinst ihr ist der terroristische Anschlag nur recht oder was willst Du damit sagen?

    Exakt - wieviel sie davon genau wussten, müssten Untersuchungen klären, aber bei dem internationalen und innenpolitischen Druck und Koalitionschaos war dieser Anschlag mit das Beste, was ihnen politisch passieren konnte: Freie Hand für Hardliner, Focus der Welt auf die Bedrohung des Staates von außen und von der Bedrohung der israelischen Demokratie von innen gelenkt, usw... Wurde hier aber alles schon thematisiert.

  • DAS im übrigen verstehe ich unter Victim Blaming, Geht gar nicht. Bei einer Pro Palästina Demo in London drohte ein Polizist einen Juden zu verhaften, weil er sich offen jüdisch zeigte.

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  • So weit sind wir schon wieder in Europa. Jüdinnen und Juden müssen sich tarnen oder verstecken.

    In Deutschland in den großen Städten doch auch so. In Neukölln wird sicher kein jüdischer Mitbürger mit Kippa rumlaufen wenn ihm seine körperliche Unversehrtheit wichtig ist. Traurig und beschämend.

  • In Österreich ist der Antisemitismus stark gestiegen, das ist ja auch ein Teil der Strategie , Hass weltweit auf die Juden zu schüren , das haben Hamas und Co auch ganz klar gesagt von Anfang an. Auch hier findet ein ähnliche Kriegsführung statt wie es auch Russland macht, hetzen, Unruhe stiften, destabilisieren mit Hilfe ihrer Unterstützer .

  • Ich finde es aber nochmal eine ganze Gangart härter, wenn Polizisten sich da einreihen. Also, nicht das die andere Scheiße tolerabel wäre, aber Polizisten sollten da klar geeicht sein. Deren Job ist vor dem Opfer stehen, nicht drm Opfer in den Rücken fallen!

  • Ich finde es auch befremdlich, dass eine nicht-begeisterte Reaktion auf die Militäraktion in Gaza dann offenbar erfolgreich für Antisemitismus instrumentalisiert werden kann und auch Anklang findet - man verurteilt dann wieder die Juden ganz allgemein.


    Genaus befremdlich finde ich es aber auch von der gegenseitigen Fraktion, dass jeder als Antisemit verunglimpft wird, der sachlich das Verhalten des israelischen Staates und/oder seiner Regierung kritisiert.


    Sachliche, differenzierte und gerechte Beurteilungen der Geschehnisse scheinen unmöglich, von sämtlichen Seiten aus.


    Was sieht man daran mal wieder? So scheint der Mensch halt zu sein. Simple klare Feindbilder und schnelle Urteile, das mag er. Auf komplexe Dinge und Probleme ohne klare Lösung hingegen mag er sich nicht einlassen.

  • Und ich finde es befremdlich, dass es immer mehr und zunehmend Menschen gibt, die versuchen ihren Antisemitismus unter dem Deckmantel der vermeintlichen Israel Kritik auszuleben. Sachlich und differenziert wird da ja auch nur selten argumentiert. Da sind mir die muslimischen Freunde die ihren Hass auf Juden und Israel offen ausleben fast schon lieber. Da weiss man wenigstens wo man dran ist. Unabhängig davon finde ich hier die Diskussionen trotz teilweise sehr abweichender Positionen oft sehr bereichernd.

  • Und ich finde es befremdlich, dass es immer mehr und zunehmend Menschen gibt, die versuchen ihren Antisemitismus unter dem Deckmantel der vermeintlichen Israel Kritik auszuleben.

    Hast Du da Beispiele? (sachlich gemeint)


    Man kann das auch polemisierend verwenden - jedem, der Israel sachlich kritisiert, genau dies zu unsterstellen. Ist mir hier ja auch schon etliche Male passiert.

  • Hat die Entrüstung und haben die Demos nicht erst eingesetzt, als Israel auf den Terrorangriff zurückgeschlagen hat? Und ist die Hamas an dem Elend das jetzt über Gaza kommt, wirklich nur ein klein wenig oder gar nicht mitschuldig?


    Manchmal kommt es mir vor, als erwarte man von den Juden, sie sollten sich jetzt endlich mal mit ihrer Rolle als Opfer abfinden. Und uns mit "ihrem" Unruheherd in Ruhe lassen.


    Ist das nicht auch eine Form von Antisemitismus?

  • Ich finde es aber nochmal eine ganze Gangart härter, wenn Polizisten sich da einreihen. Also, nicht das die andere Scheiße tolerabel wäre, aber Polizisten sollten da klar geeicht sein. Deren Job ist vor dem Opfer stehen, nicht drm Opfer in den Rücken fallen!

    Also ich verstehe es so, dass der Polizist warnen wollte , finde es auch nicht richtig , dass Juden sich nicht als Juden zeigen sollen und die Aussage sehr fragwürdig . Allerdings warnten sogar jüdische Vereine bei uns die Menschen davor, sich öffentlich als Juden zu zeigen aus Sorge, dass sie angegriffen werden, vor allem in der Nähe der Pro- Palästina -Demos . Von Gefängnisandrohung lese ich weder beim Standard noch bei X etwas raus . :thinking_face:

    Hier :

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    "Ganz offen Jude" zu sein kann eine "Reaktion" auslösen, fürchtet ein Londoner Polizist


    Quote

    Nachdem ein Polizist am vergangenen Samstag am Rande einer antiisraelischen Kundgebung in London einen kippatragenden Mann mit der Begründung, er sei "offen jüdisch" am Queren der Straße hinderte, sah sich der Innenminister James Cleverly veranlasst, der Londoner Metropolitan Police zu schreiben, berichtete Reuters.

    Die NGO Campaign Against Antisemitism veröffentlichte am Donnerstag ein Video, das zeigt, wie ein Polizist den Leiter der Organisation Gideon Falter am Queren der Straße hindert. Der Polizist erklärt, er fürchte dass Falters Anwesenheit eine "Reaktion" auslöse, weil er "ganz offen Jude" sei.

    Falter erklärte, dass er nach dem Besuch der Synagoge unterwegs war und sich nicht an einem Protest oder Gegenprotest beteiligte. Die Metropolitan Police entschuldigte sich am Freitag für die "Verwendung des Begriffs 'offen jüdisch' durch einen unserer Beamten. Wir wissen, dass dies bei vielen Anstoß erregt haben wird. Wir wiederholen unsere Entschuldigung". "Jüdisch zu sein ist keine Provokation. Jüdische Londoner müssen sich in dieser Stadt sicher fühlen können."

    Cleverly habe an die Met geschrieben, teilte das Innenministerium am Samstag mit, gab jedoch keine Einzelheiten zum Inhalt des Briefes bekannt.

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