Um mal ein bisschen von vorgefasster Meinung zu Fakten zu schwenken:

    Für fast alle, in einer WKA verwendeten Materialien existieren geeignete Entsorgungswege, wodurch eine Recyclingquote von 80-90 % erreicht werden kann.

    Zu der Herkunft der in Europa verbauten Anlagen habe ich auf die Schnelle nichts gefunden, aber in der Liste der größten Hersteller sind westliche Firmen noch auf den vorderen Plätzen:

    Liste von Windkraftanlagenherstellern – Wikipedia

    Wobei die Größe des Herstellers nichts mit der Verbreitung der produzierten Waren zu tun haben muss - die Größe der Bauteile spricht eher für lokale Fertigung und die meisten Anlagen werden aktuell in China installiert. Das Importproblem ist also allenfalls gerade in der Entstehung:

  • Nein, die EEG läuft nach 20 Jahren aus und danach ist der Strom, der produziert wird, zu teuer. Das kauft dir kein Netzbetreiber ab. Daher, und weil es ein zu großer Verschleiß ist, werden die nach 20 Jahren abgerissen und "repowerd", also neu gebaut. Das wird nach heutigem Stand der Technik und der Gesetze so weiter gehen.

    So ganz richtig ist das ja nicht. Es gibt viele andere Gründe, die die Lebensdauer von Windkraftanlagen beschränken, und es gibt auch Windkraftanlagen, die länger als 20 Jahre laufen. Das EEG sichert zwar einen Abnahmepreis für 20 Jahre, aber wenn die Anlage steht und technisch intakt ist, wird der Betrieb ja nicht plötzlich teurer, sondern es gibt einen neu verhandelten Abnahmepreis für den Strom. Ein Abriss einer intakten Anlage ist teurer als der Weiterbetrieb.


    Was mit alten Windrädern passiert
    Hunderte Windkraftanlagen, die seit 20 Jahren in Brandenburg in Betrieb waren, sollen abgebaut werden, obwohl sie noch Strom produzieren. Wann sie doch noch…
    www.rbb24.de


    Materialverschleiß und Pachtverträge sind die andere Seite, und die kann man sich auch nicht wegwünschen. Aber mal ehrlich: pro Jahr verschrotten wir eine halbe Million Autos in Deutschland, und die wenigsten davon haben die 20 Jahre erreicht. Es ist mit allen Dingen so, die im Dauerbetrieb sind, das sie nun mal irgendwann zu marode werden. Daher wundere ich mich, warum man bei Windkraftanlagen davon ausgehen könnte, es sei dort anders.

    Materialverschleiß und Pachtverträge sind die andere Seite, und die kann man sich auch nicht wegwünschen.

    Es gibt aber auch noch das Problem der auslaufenden Betriebsgenehmigungen, die ebenfalls auf bestimmte Zeiträume limitiert sind - und für eine Neuzulassung werden dann die aktuellen gesetzlichen Richtlinien angesetzt, die, Merkel-Regierung sei dank, plötzlich sinnfreie Pauschalabstände zur Wohnbebauung festlegen, ohne dass sich bei einer konkreten Anlage auch nur ein Mensch beschwert hätte.

  • Nein, die EEG läuft nach 20 Jahren aus und danach ist der Strom, der produziert wird, zu teuer. Das kauft dir kein Netzbetreiber ab.

    Und das liegt auch an dieser bescheuerten Regelung, nach der sich der aktuelle Preis pro kWh nicht an den Erzeugungskosten orientiert, sondern an der teuersten Stromart, also in diesem Falle Erdgas. DAS ließe sich in der Tat ändern, täte aber EON, EWE und Co ganz schön weh.

  • Das EEG sichert zwar einen Abnahmepreis für 20 Jahre, aber wenn die Anlage steht und technisch intakt ist, wird der Betrieb ja nicht plötzlich teurer, sondern es gibt einen neu verhandelten Abnahmepreis für den Strom. Ein Abriss einer intakten Anlage ist teurer als der Weiterbetrieb.

    Ja, das ist es, aber es wird trotzdem gemacht. Ich kann jetzt nur von "meiner" Windanlage sprechen (mit 5 Windparks) wo auch am Anfang die Windernte nicht richtig berechnet wurde und Teile der Anlage nicht das erbracht hatten, was sie sollte. Das die nicht guten Ernteparks renaturiert werden, finde ich ja sehr gut. Aber es gibt kein Gesetz, was die Windparkbauer zwingt, die Betonfüße tatsächlich aus dem Boden zu entfernen. Das soll auf freiwilliger Basis geschehen. Und da zweifel ich sehr dran.


    Wo die Windernte gut ist, werden die Windräder abgebaut, der alte Betonfuß ausgeschachtet, tiefere Fundamente gebaut, neuer Beton rein und darauf die neuen Räder gebaut. Es gibt in meinem Fall keinen neuen Abgabepreis, es heißt von den Netzbetreibern, der Strom sei zu teuer. Daher gibt es nur Abriss und Neubau, mit höheren Rädern.


    Ich dachte vor 20 Jahren, wie cool, ich investiere in grüne Energie, weil ich das gut fand. Ich finde es immer noch gut, aber es ist in meinem Sinn keine "grüne" Energie, wie einem das immer verkauft wird. Die ganzen zusätzlichen CO2-Kosten, durch Repowering etc. produziert werden, habe ich damals nicht erfahren.

    Der Mittelstand wird immer ärmer, verunsichert, was als Nächstes von dieser Klimaregierung kommt.

    Und nullkommanull Auswirkung auf das Klima. Also positiv.

    Armut hat durchaus eine Auswirkung auf das Klima - und zwar eine positive.

    Ungleiche Emissionen in Deutschland: Zu viel Knete killt das Klima
    Die reichsten Deutschen emittieren tausendmal so viel Treibhausgase wie der Durchschnitt. Dennoch haben Arme seit 1991 deutlich mehr CO₂ gespart.
    taz.de

    Was vielleicht auch das Grundproblem des Klimaschutzes verdeutlicht: "Das haben wir uns verdient!" ist die Herrschaft des Bauches über den Kopf und mehr zu verdienen, ermöglicht nicht nur theoretisch mehr Konsum und damit Emissionen, sondern wird auch praktisch so genutzt.

    Man kann nur hoffen, dass der globale Süden seine Bestrebungen am "Genug" und nicht am "immer mehr" des Westens orientiert...

  • Der Mittelstand wird immer ärmer, verunsichert, was als Nächstes von dieser Klimaregierung kommt.

    Und nullkommanull Auswirkung auf das Klima. Also positiv.

    Armut hat durchaus eine Auswirkung auf das Klima - und zwar eine positive.

    Das ist aber schon etwas zynisch. Da es vor allem die arbeitende Bevölkerung in Deutschland betrifft.


    Andere Länderregierungen quetschen ihre Bürger auch nicht dermaßen aus.


    Deshalb wählen ja immer mehr Mindestlohnverdiener das Bürgergeld mit Minijob oder etwas Schwarzarbeit hier.

  • Wer kein Geld mehr hat um sich sinnlosen Luxusscheiss zu kaufen tut Eindeutig was fürs Klima.


    Ich denke also eine Verarmung der Bevölkerung ist Klimatechnisch nicht das schlechteste, kein Geld mehr für den Ägypten Urlaub? Oh schade, da muss man wohl an den See um die Ecke fahren, cry me a river...


    Jetzt noch die Fleischpreise verdreifachen und es gibt mehr Kartoffeln auf den Tisch, gut für die Gesundheit und das Klima XD

  • Und Menschen mit wenig Geld bestellen bei TE**** und Co obwohl klar ist, dass zu diesen Preisen keine Qualität erwartet werden kann. Es wird mehr und unnützes Plastikzeug aus China bestellt, dass in Teilen direkt im Müll landet. Tut ja auch nicht weh, wenns nur einen Euro gekostet hat oder als Geschenk dabei war.

    An diesem kleinen Beispiel sieht man, dass weniger Geld nicht zwingend weniger Emissionen bedeutet.

    Dieses Beispiel zeigt, dass Du den Artikel nicht gelesen hast, der eine umfassendere und vor allem auf Zahlenwerte gestützte Betrachtung des individuellen Emissionsverhaltens als "Einkaufen bei KiK und Co" beinhaltet...

  • Ich habe den Artikel gelesen. Auch hier legst du falsch.


    Arme Menschen kaufen nunmal bei kik. Dafür werden sie kaum mehrmals im Jahr in den Urlaub fliegen wie gutsituierte Menschen.

    Die sich auch gutes teures Essen leisten können.


    Ich rede aber vom Mittelstand. Wer arbeitet soll sich auch was leisten können dafür.


    Das ist eine ideologische und für mich menschenverachtende Weltanschauung, dem Mittelstand Armut zu wünschen für das Klima.

  • Mir geht es um die ständige Hetze gegen Mittel- und Oberschicht, die sich etwas mehr leisten können, denen eine Gleichgültigkeit unterstellt wird und die dadurch mehr oder weniger zu Umweltschweinen erklärt werden.

    Fakt ist aber auch, dass Online Shops wie Temu zum Kauf von unnötigen Dingen regelrecht einladen. Dinge, die nicht dafür geeignet sind mehr als 4 mal genutzt zu werden, teilweise schon kaputt ankommen und im Müll landen. Die Sachen kommen direkt aus China ohne Zwischenhändler. Also viele Flugzeugladungen für Plastikmüll.

    Hetze gegen Gesellschaftsschichten und somit eine Spaltung dieser ist also nicht angebracht. Jeder sollte vor seiner eigenen Haustüre kehren.

    Ich habe nicht "Armut gewünscht", sondern die Verbindung zwischen verfügbarem Einkommen und Emissionsverhalten belegt.

    Und der Konsum minderwertiger Waren ist eben nur ein kleiner Bestandteil der persönlichen Emissionsbeiträge, der von den anderen mehr als kompensiert wird. Dass der Mittelstand seinen Konsum an Non-Food aus europäischer Produktion deckt, halte ich für ein Gerücht - von daher bleibt auch da der Unterschied bei der Nutzungsdauer und Anzahl der Gegenstände.

    Und wenn dann Mr. Mittelstand zwar nicht 10 mal hintereinander ein T-Shirt bei KiK, sondern 10 T-Shirts bei H&M für den Schrank kauft, läuft es mehr oder weniger auf das Gleiche hinaus...

    Zahlen sind keine Hetze - aus dem Artikel geht hervor, dass niedrigere Einkommensschichten nicht nur per se weniger Emissionen erzeugen, sondern zudem diese im betrachteten Zeitraum stärker als die Besserverdiener reduziert haben,

    Wer hier also vor allem zu kehren hat, sollte eigentlich klar sein.

  • Bitte gebe die Daten auch korrekt wieder. Da wird nicht zwischen geringen Einkommen und Besserverdiener unterschieden, sondern zwischen Reichen, der oberste Spitze im 0,xxxx Bereich und Geringverdienern.

    Und so leid es mir auch tut das erwähnen zu müssen: Besserverdiener können sich regionale Produkte leisten, greifen sogar bevorzugt darauf zurück. Wer es sich nicht leisten kann, kauft im Supermarkt Billigprodukte von ha großen Plantagen aus Spanien etc. Damit verbunden ist die Bebauung mit Gewächshäusern soweit das Auge reicht und die dafür erforderliche Zerstörung der Umwelt. Der Transport kommt oben drauf. Oder schauen wir uns den Fleischkonsum an. Schlachten ist in Osteuropa günstiger, also Fahrt rüber, Fleisch zur weiteren Verarbeitung zurück und über Zwischenlager ins Supermarktregal. Was nicht verkauft werden kann landet im Müll. Ich kaufe beim Landwirt 3 Straßen weiter. Rind wird geschlachtet, wenn sich genug Abnehmer angemeldet und bezahlt haben. Eier Freilandhaltung einmal über den Berg von mir. Ich denke nicht das ich als Besserverdiener eine Umweltsau bin.

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