• Man kann nur hoffen, dass der globale Süden seine Bestrebungen am "Genug" und nicht am "immer mehr" des Westens orientiert...

    Genau das passiert leider nicht.

    Im Gegenteil, die Vorbilder vieler südlicher Länder sind eher die reichen Ölstaaten, als Europa.

    Und was da an Verschwendung getrieben wird, das kann man ja überall lesen...

    Natürlich gibt's auch in armen Ländern Umweltaktivisten, die sich, im Gegensatz zu deutschen Aktivisten, nicht zu fein sind um direkt mit der ärmeren Bevölkerung zu kommunizieren, und zu zeigen, daß Naturschutz kein Luxus, sondern gerade für sie eine gute Sache ist.

    Da werden z.B. Dächer mit Gemüse bepflanzt, oder Solaranlagen für ein kleines Dorf installiert, dafür gesorgt daß das Boden und Wasser nicht durch Dünger, massenhafte Zigarettenkippen (so eine Kampagne gab es in mexikanischen Dörfern und Armenvierteln) und Pestizide verunreinigt wird, usw.

    Solchen Aktivismus bräuchte man nicht nur in den armen Ländern, sondern genauso dringend auch hier...

    Du vielleicht nicht, der Durchschnitt der reicheren Hälfte der Bevölkerung hat sich da aber nicht mit Ruhm bekleckert:

    Schon die nächsten 40% (also nicht die Superreichen) verursachen nicht nur doppelt so viel Pro-Kopf-Emissionen wie die ärmere Hälfte sondern haben ihren Anteil an den Gesamtemissionen in dem Zeitraum im Gegensatz zu dieser auch kaum verringert.

    Und zu dem "klimaschonenderen Konsum" der Besserverdiener:

    Drei Forscher der Uni Freiburg werteten Daten der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2013 aus, in der Daten von 53.000 deutschen Haushalten enthalten sind, und berechneten für ein dutzend Einkommensgruppen die Emissions-Fußabdrücke. Superreiche kommen in der Stichprobe nicht vor – die höchste Einkommensgruppe verdient bis zu 18.000 Euro im Monat.

    Auch diese Daten zeigen ein deutliches Ge­fäl­le. In der reichsten Kategorie ist der Fußabdruck fast drei Mal so hoch wie in der ärmsten. Während sich die Emissionen für Nahrungsmittel kaum verändern, verdoppeln sich die Emissionen im Bereich Wohnen, verfünffachen sich beim Konsum und versechsfachen sich beim Verkehr auf dem Land. Im Flugverkehr sind die Emissionen der Reichsten 13 Mal so hoch wie die der Ärmsten.

    Du kannst ja mal Deine Einkommensgruppe aus der Grafik raussuchen, wirst aber feststellen, dass sowohl bei Nahrungsmitteln als auch Non-Food-Konsumgütern fast durchweg eine Steigerung der damit verbundenen Emissionen von einer Stufe auf die nächste festgestellt wurde - falls es also irgendwo einen "Bio/Lokal/Qualitäts"-Drop geben sollte, wird er über die mehr konsumierten Mengen mehr als ausgeglichen...

  • Äm, hast du gelesen was ausgewertet wurde? Stichproben. Die Auswertung von Stichproben (die noch nichtmal alle Faktoren beinhalten) ist nicht für Statistiken und generelle Aussagen über Gesellschaftsschichten geeignet.


    Wir können uns darauf einigen, dass Privatflüge mind. limitiert werden müssen, besser noch nur noch in besonderen Fällen erlaubt werden.

    Wir sind uns auch sicherlich einig, dass aggressive Werbung wie von Temu verboten gehört, oder das regionale Produkte subventioniert und damit für alle bezahlbar wird. Oder das in Supermärkten eine bestimmte Menge aus der Region stammen muss. Inkl. Information über den Produktionsverlauf (geschlachtet in Polen, verarbeitet in Deutschland, also Regional darf es nicht geben).


    Aber bitte hör auf von DEN Besserverdienenden und DEN Reichen zu reden.

    Äm, hast du gelesen was ausgewertet wurde? Stichproben. Die Auswertung von Stichproben (die noch nichtmal alle Faktoren beinhalten) ist nicht für Statistiken und generelle Aussagen über Gesellschaftsschichten geeignet.

    Ähm, ja - bezeichnend...

    Da würde ich jetzt mal Comran verweisen, der Dir das bestimmt besser erklären kann - aber kurz: Statistiken beruhen immer auf Stichproben, sonst nennt man es Auszählung!

    Als Beispiel: Die Wahlumfragen sind Statistiken, erstellt aus Stichproben, die tatsächliche Stimmenverteilung wird bei der Auszählung festgestellt...

  • Man kann nur hoffen, dass der globale Süden seine Bestrebungen am "Genug" und nicht am "immer mehr" des Westens orientiert...

    Genau das passiert leider nicht.

    Im Gegenteil, die Vorbilder vieler südlicher Länder sind eher die reichen Ölstaaten, als Europa.

    Und was da an Verschwendung getrieben wird, das kann man ja überall lesen...

    Ja, aber die reichen Ölstaaten haben das Geld von uns Europäern. Von unserer Nachfrage nach billiger Energie.


    Ist unser Wohlstandsniveau überhaupt weitweit möglich?
    Oder gehen wir einfach davon aus, dass wir ein Vorrecht auf überdurchschnittliche Ressourcennutzung haben?


    Das ist doch die entscheidende Frage beim Thema!

    (...)

    Da werden z.B. Dächer mit Gemüse bepflanzt, oder Solaranlagen für ein kleines Dorf installiert, dafür gesorgt daß das Boden und Wasser nicht durch Dünger, massenhafte Zigarettenkippen (so eine Kampagne gab es in mexikanischen Dörfern und Armenvierteln) und Pestizide verunreinigt wird, usw.

    Solchen Aktivismus bräuchte man nicht nur in den armen Ländern, sondern genauso dringend auch hier...

    Solchen Aktivismus gibt es längst auch bei uns. Viel länger schon als LG usw.

    Aber warum eigentlich sind wir überhaupt auf die "Aktivisten" angewiesen, um das Notwendige zu tun?

  • Äm, hast du gelesen was ausgewertet wurde? Stichproben. Die Auswertung von Stichproben (die noch nichtmal alle Faktoren beinhalten) ist nicht für Statistiken und generelle Aussagen über Gesellschaftsschichten geeignet.

    Ähm, ja - bezeichnend...

    Da würde ich jetzt mal Comran verweisen, der Dir das bestimmt besser erklären kann - aber kurz: Statistiken beruhen immer auf Stichproben, sonst nennt man es Auszählung!

    Als Beispiel: Die Wahlumfragen sind Statistiken, erstellt aus Stichproben, die tatsächliche Stimmenverteilung wird bei der Auszählung festgestellt...

    Bitte alles lesen. Um es abzukürzen habe ich zu Beginn in Klammern dahinter geschrieben was ich meine.

    Eine Statistik ist immer nur so gut wie die Faktoren, die bei der Datenerhebung berücksichtigt wurden. Und das was hier eingestellt wurde hat sehr viele relevante Faktoren ausgeklammert. Darum sind so einseitig erhobene Stichproben nicht geeignet eine gesamte Gesellschaftsschicht abzustempeln.

  • Ist unser Wohlstandsniveau überhaupt weitweit möglich?
    Oder gehen wir einfach davon aus, dass wir ein Vorrecht auf überdurchschnittliche Ressourcennutzung haben?

    Kurz vor Corona wurde das im TV durch führende deutsche Wirtschaftsinstitute noch so kommuniziert! Insbesondere das Lohngefälle durch die Globalisierung sei eine Basis unseres Wohlstands.


    Aber warum eigentlich sind wir überhaupt auf die "Aktivisten" angewiesen, um das Notwendige zu tun?

    Deswegen! Wenn jeder an sich selbst denkt ...


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    Die Grundlage ist die Basis von ALLEM.

  • Und wenn sich etwas verändern soll, müssen alle mitgenommen werden. Das funktioniert nicht durch eine Spaltung der Gesellschaft.

    Was fehlt Dir denn? Für ein Peer reviewed Journal haben die Daten gereicht...

    https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/jiec.13045

  • Und wenn sich etwas verändern soll, müssen alle mitgenommen werden. Das funktioniert nicht durch eine Spaltung der Gesellschaft.

    Spaltung durch Aktivismus?

    Spaltung durch Verallgemeinerung, das Abstempeln und Beschimpfen ganzer Gesellschaftsschichten, unvollständige Statistiken...

  • Ich könnte jetzt das Thema aufmachen wie leicht so etwas ist, wäre aber am Thema vorbei.

    Was darin fehlt habe ich schon ausführlich benannt.

  • Und wenn sich etwas verändern soll, müssen alle mitgenommen werden. Das funktioniert nicht durch eine Spaltung der Gesellschaft.

    Spaltung durch Aktivismus?

    Spaltung durch Verallgemeinerung, das Abstempeln und Beschimpfen ganzer Gesellschaftsschichten, unvollständige Statistiken...

    Abstempeln und Beschimpfung der Aktivisten?

    Ich habe eher den Eindruck, die wissenschaftlichen Erkenntnisse (und der Umgang damit) spalten die Gesellschaft.

  • Und wenn sich etwas verändern soll, müssen alle mitgenommen werden. Das funktioniert nicht durch eine Spaltung der Gesellschaft.

    Spaltung durch Aktivismus?

    Nicht unbedingt, sondern durch die Betonung und Förderung von Partikularinteressen; eigentlich bis zu einem gewissen Grade normal, weil man sonst nichts zu wählen hätte; aber, was jetzt läuft, macht mir Übelkeit. Warum? Weil jedweder Diskurs derzeit zugunsten der Dauerwiederholung wohlfeiler Statements abgwürgt wird.

    Die Grundlage ist die Basis von ALLEM.

  • Hast du diesen Absatz gelesen:


    Leider fehlen dem EVS Daten für Haushalte mit einem Einkommen von mehr als 18.000 Euro/Monat. Doch G-SOEP, eine weitere Umfrage, die Haushalte mit hohem Einkommen erfasst, verzeichnet noch niedrigere durchschnittliche Ausgaben als EVS (Marcus et al., 2013 ). Es wurde versucht, die Gesamtausgaben der oberen 5 % und 1 % der deutschen Haushalte durch die Kombination von EVS- und G-SOEP-Datensätzen genauer abzuschätzen (Bach, Beznoska & Steiner, 2016 ) .

    Aufgrund dieser Einschränkung wurden die EnvFs für Haushalte mit Spitzeneinkommen anhand der EnvF-Elastizitäten und ihrer geschätzten privaten Ausgaben geschätzt (Bach et al., 2016 ), um die EnvF-Gini-Indizes angemessen zu berechnen. Wir gingen davon aus, dass diese Haushalte die gleiche Elastizität aufweisen wie die Durchschnittshaushalte. Die EnvF-Elastizitäten sind definiert als die prozentualen Änderungen der EnvFs in Bezug auf einen Anstieg der Haushaltsausgaben um 1 % (Baiocchi, Minx & Hubacek, 2010 ; Ivanova et al., 2016 ), berechnet mit Gleichung (8).

  • Ich habe eher den Eindruck, die wissenschaftlichen Erkenntnisse (und der Umgang damit) spalten die Gesellschaft.

    Das ist auch ein Faktor, weil die ehernen Brücken der Marktwirtschaft, die niemand verlassen möchte, große Risse bekommen haben.

    Ein Versuch dabei, sie zu erhalten, besteht darin, wissenschaftliche Erkenntnisse als Meinung abzuqualifizieren, die morgen bereits überholt sein kann. Dazu kommt die geradezu götzenanbetungsmäßige Technologiegläubigkeit, vor allem an Technologien, die noch gar nicht existieren.

    Die Grundlage ist die Basis von ALLEM.

    Wo?

    Hast du diesen Absatz gelesen:


    Leider fehlen dem EVS Daten für Haushalte mit einem Einkommen von mehr als 18.000 Euro/Monat. Doch G-SOEP, eine weitere Umfrage, die Haushalte mit hohem Einkommen erfasst, verzeichnet noch niedrigere durchschnittliche Ausgaben als EVS (Marcus et al., 2013 ). Es wurde versucht, die Gesamtausgaben der oberen 5 % und 1 % der deutschen Haushalte durch die Kombination von EVS- und G-SOEP-Datensätzen genauer abzuschätzen (Bach, Beznoska & Steiner, 2016 ) .

    Aufgrund dieser Einschränkung wurden die EnvFs für Haushalte mit Spitzeneinkommen anhand der EnvF-Elastizitäten und ihrer geschätzten privaten Ausgaben geschätzt (Bach et al., 2016 ), um die EnvF-Gini-Indizes angemessen zu berechnen. Wir gingen davon aus, dass diese Haushalte die gleiche Elastizität aufweisen wie die Durchschnittshaushalte. Die EnvF-Elastizitäten sind definiert als die prozentualen Änderungen der EnvFs in Bezug auf einen Anstieg der Haushaltsausgaben um 1 % (Baiocchi, Minx & Hubacek, 2010 ; Ivanova et al., 2016 ), berechnet mit Gleichung (8).

    Sorry, aber die Schätzung verzerrt doch allenfalls die Darstellung dieser Gehaltsgruppe und nicht die sämtlicher darunter liegender, für die Daten vorliegen... Wenn Du also mehr als 18000 Euro im Monat verdienst, kannst Du Dich auf fehlende Daten dieser Gruppe berufen, sonst nicht.

  • Hast du diesen Absatz gelesen:


    Leider fehlen dem EVS Daten für Haushalte mit einem Einkommen von mehr als 18.000 Euro/Monat. Doch G-SOEP, eine weitere Umfrage, die Haushalte mit hohem Einkommen erfasst, verzeichnet noch niedrigere durchschnittliche Ausgaben als EVS (Marcus et al., 2013 ). Es wurde versucht, die Gesamtausgaben der oberen 5 % und 1 % der deutschen Haushalte durch die Kombination von EVS- und G-SOEP-Datensätzen genauer abzuschätzen (Bach, Beznoska & Steiner, 2016 ) .

    Aufgrund dieser Einschränkung wurden die EnvFs für Haushalte mit Spitzeneinkommen anhand der EnvF-Elastizitäten und ihrer geschätzten privaten Ausgaben geschätzt (Bach et al., 2016 ), um die EnvF-Gini-Indizes angemessen zu berechnen. Wir gingen davon aus, dass diese Haushalte die gleiche Elastizität aufweisen wie die Durchschnittshaushalte. Die EnvF-Elastizitäten sind definiert als die prozentualen Änderungen der EnvFs in Bezug auf einen Anstieg der Haushaltsausgaben um 1 % (Baiocchi, Minx & Hubacek, 2010 ; Ivanova et al., 2016 ), berechnet mit Gleichung (8).

    Sorry, aber die Schätzung verzerrt doch allenfalls die Darstellung dieser Gehaltsgruppe und nicht die sämtlicher darunter liegender, für die Daten vorliegen... Wenn Du also mehr als 18000 Euro im Monat verdienst, kannst Du Dich auf fehlende Daten dieser Gruppe berufen, sonst nicht.


    Was fehlt Dir denn? Für ein Peer reviewed Journal haben die Daten gereicht...

    https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/jiec.13045

    Ich könnte jetzt das Thema aufmachen wie leicht so etwas ist, wäre aber am Thema vorbei.

    Was darin fehlt habe ich schon ausführlich benannt.

    Wo?

    Wir haben uns hier gerade noch darüber unterhalten.

    Diese Studie bezieht sich, soweit ich es richtig sehe, auf die Ausgaben. Nicht berücksichtigt wird die Menge, Häufigkeit, benötigte Ressourcen und Lieferwege. Wenn ich etwas übersehen habe sollte, stell es bitte rein.

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