Aktivismus - Wahn oder Sinn?

  • Will man ja, nur eben auf Umwegen. Mal will ihre freie Entscheidung durch politische Maßnahmen verhindern.

    nochmal man ändert nicht die Menschen (zumindest nicht kurzfristig) sondern zwingt sie (und auch sich selber) qua Verbot zu einem veränderten Verhalten.


    Würde das Verbot aufgehoben wären die Menschen genau die gleichen Umweltschweine wie vor dem Verbot.


    Wir reden hier ja nicht über eine jahrzehntelange gesellschaftliche Entwicklung.

    Und selbst da, ich bezweifel es ernsthaft dass nach hundert Jahren veränderten Umweltbewusstsein, die Menschen nicht doch sofort wieder zu Billigfleisch greifen würden wenn es eben so billig angeboten werden würde. Die kurzfristige Benefit (Geld sparen) ist einfahc zu groß im gegesatz zu dem Abtrakten (Umwelt retten)

    So funktionieren Menschen einfach seit Millionen von jahren.

  • Achso, keine Erziehung, nur Zwang. Das ist natürlich besser.

    Das hier trifft aber auch auf Zwang zu: Mal will ihre freie Entscheidung durch politische Maßnahmen verhindern.

  • "Wenn ihr nicht freiwillig richtig lebt, dann verbieten wir euch, was ihr macht, wenn ihr frei entscheiden dürft!" - grusel.

    Menschen funktionieren nun mal so, das ist nicht gruselig sondern menschlich.


    Das verhalten mit dem Billigfleisch wirst du ohne Verbote niemals aus dem Menschen bekommen.

    Die einzige Lösung ist Billigfleisch verbieten und nicht versuchen Menschen mit schönen Worten "umzuerziehen".

  • Das sind jetzt nur zwei besonders hanebüchene Beispiele, aber es ist wirklich so, daß die Menschen allein weder die Energie, noch das Wissen haben, um selber und ohne gute menschliche Vorbilder zu handeln und sich zu engagieren.

    genau zwei komplett hanebüchene Beispiele auf die du deinen gesamten Post aufbaust, und dies mal so eben nonchalant im Subtext der gesamten FFF und LG unterstellst, ein schönes Beispiel für einen kaputten Diskurs.

    Soll ich zehn Seiten mit Beispielen vollschreiben?!

    Ich habe Paira (und nicht dir!) in meinem Post erklären wollen, warum Menschen Vorbilder mit Know How und der Fähigkeit andere zu begeistern brauchen, um selber zu handeln.

    Menschen, die diese Vorbilder nicht finden, sondern denen nur Angst und Druck gemacht wird, die handeln nicht, sondern versuchen entweder den Status Quo zu halten, oder sie erstarren quasi und kriegen gar nichts positives mehr hin.

    Das ist übrigens bei Langzeitarbeitslosen genau dasselbe, da bringen Sanktionen nämlich eher das Gegenteil von dem Beabsichtigten.


    Und ich dachte eigentlich, das wäre heutzutage klar, daß man mit Drohungen und Strafen weder bei Kindern, noch bei Erwachsenen gute Leistungen bewirken kann...

  • glaubst du ernsthaft wir hätten diese Welt ohne Zwänge?

    Dein ganzes soziales Verhalten besteht aus Zwängen und Normen.

    Die lernst du nur so früh dass sie dir nicht so direkt bewusst sind.

    Das sind doch keine Argumente für staatliche Zwänge: Das ganze Leben besteht daraus, also so what, noch mehr noch mehr, ist ja jetzt auch egal, stell dich halt nicht so an
    Nee, echt nicht. Alles daran ist mir zuwider. Vor allem wenn man sich den Nutzen dieser Zwänge global gesehen vor Augen führt ist das nur noch ein trauriger Witz. Aber wer den großen Sinn darin in diesem Fall sieht, wird das wohl nicht verstehen.

  • Als ob die inttelktuellen Vordenker von FFF und der LG Frösche in den Kühlschrank packen, was sollen denn diese Extrembeispiele außer vom eigentlichen Diskurs abzulenken.

    In einem gebe ich dir Recht, Drohungen und Strafen bringen nix.


    auch hier gilt: don't hate the player change the game

  • Wenn ich da falsch liege und du selbst bester Beweis dafür bist, dass "je reicher je mehr Ressourcenverbrauch" gilt: Wieso lebst du so, wenn du es falsch findest?

    Ich finde falsch dass es nicht verboten wird.

    Ich glaube nicht an irgendeine Einsicht bei dem einzelnen Menschen. Wer Geld hat haut es raus, und dabei leidet die Umwelt. Darin wird niemand was ändern können. Außer halt die Rahmenbedingungen werden geändert, Menschen ändern zu wollen ist ein komplett idiotischer Ansatz.

    ich glaube an Verbote und an nix anderes.

    Also hättest du dich in der DDR sehr wohl gefühlt? Klare Regeln, alles gleichgeschaltet, keine größeren Einkommensunterschiede?


    Ahhh... Ne, ich ziehe die Frage zurück. Trotz Freiheitsentzug gabs da sowas wie Bitterfeld und so.

    Oder wie wäre China? Alles klar geregelt und streng überwacht. 😮Ich merks grad selber. Die Luftqualität ist ja auch nicht gut. Also die kommunistische Ecke können wir wohl ausschließen. Sowas wie im 3. Reich sicherlich auch nicht. Was bleibt denn da?


    Vielleicht sollte man schon bei der Erziehung darauf achten das man keine Egoisten heranzieht die etwas unterlassen weil sie ein Gewissen haben und nicht weil man es verbietet und sanktioniert.

  • In einem gebe ich dir Recht, Drohungen und Strafen bringen nix.

    Wenn Drohungen und Strafen nix bringen, bringen auch Zwänge nichts, denn die kann man nur durch die, ups, Androhung von Strafen durchsetzen.

    Naja, theoretisch schon, kommt drauf an wie drastisch man es durchsetzt. Würden Autos für Privatfahrer verboten (Extrembeispiel, aber manch einer will ja auch das), dann wäre das nicht so leicht, einfach drauf zu pfeifen. Einfach kaufen und anmelden wäre dann ja nicht mehr drin. Ganz übel durchgezogen wären die Dinge, die verboten sind, einfach nicht mehr verfügbar oder nur noch für sehr wenige Menschen nutzbar.

  • Das sind doch keine Argumente für staatliche Zwänge: Das ganze Leben besteht daraus, also so what, noch mehr noch mehr, ist ja jetzt auch egal, stell dich halt nicht so an
    Nee, echt nicht. Alles daran ist mir zuwider. Vor allem wenn man sich den Nutzen dieser Zwänge global gesehen vor Augen führt ist das nur noch ein trauriger Witz. Aber wer den großen Sinn darin in diesem Fall sieht, wird das wohl nicht verstehen.

    Ich schätze mal, daß tobis von einem weltweiten Verbot, zuviel Ressourcen zu verbrauchen träumt.

    Daß es nix bringt, wenn nur in Deutschland alles mögliche verboten würde, ist wahrscheinlich sogar ihm klar.

    Denn dann würden die Firmen im Ausland freudig die verbotenen deutschen Firmen übernehmen, und noch viel mehr Autos und anderen umweltschädlichen Kram produzieren und verkaufen....

    Aber so eine Art Pol Pot an der Spitze einer Weltregierung.... das hätte schon was, oder?:smiling_face_with_smiling_eyes:

  • Das sind doch keine Argumente für staatliche Zwänge: Das ganze Leben besteht daraus, also so what, noch mehr noch mehr, ist ja jetzt auch egal, stell dich halt nicht so an
    Nee, echt nicht. Alles daran ist mir zuwider. Vor allem wenn man sich den Nutzen dieser Zwänge global gesehen vor Augen führt ist das nur noch ein trauriger Witz. Aber wer den großen Sinn darin in diesem Fall sieht, wird das wohl nicht verstehen.

    Ich schätze mal, daß tobis von einem weltweiten Verbot, zuviel Ressourcen zu verbrauchen träumt.

    Daß es nix bringt, wenn nur in Deutschland alles mögliche verboten würde, ist wahrscheinlich sogar ihm klar.

    Denn dann würden die Firmen im Ausland freudig die verbotenen deutschen Firmen übernehmen, und noch viel mehr Autos und anderen umweltschädlichen Kram produzieren und verkaufen....

    Aber so eine Art Pol Pot an der Spitze einer Weltregierung.... das hätte schon was, oder?:smiling_face_with_smiling_eyes:

    Es gibt im linken Spektrum eine Lösung dafür. Eine Weltnation.

  • Als ob die inttelktuellen Vordenker von FFF und der LG Frösche in den Kühlschrank packen, was sollen denn diese Extrembeispiele außer vom eigentlichen Diskurs abzulenken.

    Das habe ich nie behauptet, sondern nochmal ganz langsam: ich wollte erklären, daß ganz normale Sterbliche Menschen (also nicht die LG) positive und kompetente Vorbilder brauchen, um selber zu handeln.

    Ist das wirklich sooo schwer zu verstehen?

  • Naja, theoretisch schon, kommt drauf an wie drastisch man es durchsetzt. Würden Autos für Privatfahrer verboten (Extrembeispiel, aber manch einer will ja auch das), dann wäre das nicht so leicht, einfach drauf zu pfeifen.

    Meine Großeltern haben das 1944/45 noch erlebt, als sie aus Breslau flüchten mussten. Sie hatten da zwar eine Villa und zwei Autos, die ihnen aber nichts nützten, denn sie bekamen nirgendwo Sprit. Für den musste am Auto ein Kennzeichen, der sog. "Rote Winkel", angebracht sein, und den bekamen nur Wehrmachtsfahrzeuge. Also zogen sie wie alle anderen Flüchtenden mit Koffern und Schlitten los, denn es war Winter.


    Übersetzt auf heute: Ruckzuck wurde das elektronisch wieder gehen!

    Die Grundlage ist die Basis von ALLEM.

  • Es gibt im linken Spektrum eine Lösung dafür. Eine Weltnation.

    Da wäre ich gern dabei. (Jede/r hier weiß, dass mein Herz links / anarchistisch / pazifistisch schlägt).

    Natürlich, es wird nicht zu Unrecht gesagt, dass dies eine Utopie sei.


    Wenn man aber so herangeht, ist selbst ein heutiges Europa inklusive Schengen, aber auch vor allem im Sinne von Ulrike Guerot, inzwischen eine Utopie geworden; wir erleben es gerade, der europäische Rechtsruck will zurück zum "Europa der Vaterländer". Das ist genau der falsche Weg, wie ich meine.

    Die Grundlage ist die Basis von ALLEM.

  • Naja, theoretisch schon, kommt drauf an wie drastisch man es durchsetzt. Würden Autos für Privatfahrer verboten (Extrembeispiel, aber manch einer will ja auch das), dann wäre das nicht so leicht, einfach drauf zu pfeifen.

    Meine Großeltern haben das 1944/45 noch erlebt, als sie aus Breslau flüchten mussten. Sie hatten da zwar eine Villa und zwei Autos, die ihnen aber nichts nützten, denn sie bekamen nirgendwo Sprit. Für den musste am Auto ein Kennzeichen, der sog. "Rote Winkel", angebracht sein, und den bekamen nur Wehrmachtsfahrzeuge. Also zogen sie wie alle anderen Flüchtenden mit Koffern und Schlitten los, denn es war Winter.


    Übersetzt auf heute: Ruckzuck wurde das elektronisch wieder gehen!

    Was mich persönlich momentan davon abhält sind im Grunde mehrere Punkte.

    Mein aktuelles Auto war nicht ganz günstig und hält sicherlich noch 10 Jahre (ich nutze alles bis es wirklich nicht mehr zu retten ist). Einen Käufer würde ich sicherlich finden, aber ob es ein anderer Mensch fährt oder ich, ist gehoppt wie gesprungen. Dann ist noch unklar, wie sich das schnelle Aufladen auf die Haltbarkeit der Akkus auswirkt. Dann noch die Sache mit der Brennbarkeit. Die Hersteller sind erst dieses Jahr auf die Idee gekommen die Zellen so zu verbauen, dass bei einem Brand in einer Zelle nicht gleich alles brennt. Hinzu kommen noch die Kosten für den Austausch. Also das alles wirkt auf mich nicht richtig ausgereift und durch meine generalisierte Angststörung bin ich eh eher übervorsichtig.

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