Küchengeflüster

  • Also soviele englische Wörter gibt es nun auch wieder nicht, die man beim kochen und backen braucht. Ich koche ja ständig nach englischen Rezepten und irgendwann kennt man dann die paar Fachwörter. Mit ein bisschen Wissen, Erfahrung und Ausprobieren weiss man auch wie man Sachen substituiert. Ich bekomme hier keinen Quark und gefühlt jedes 3. deutsche Backrezept braucht Quark. Tja dann nehme ich halt was anderes. Schmeckt dann vielleicht nicht wie das Original, aber mindestens genauso gut.

  • Ich hatte mal ein Rezept in dem Half Cream drinstand.

    Die bekommt man hier in D natürlich nirgends, ich habe dann herausgefunden,

    dass half cream aus Sahne und Milch zu gleichen Teilen gemischt besteht.

    Emma Piel🤱 saß am Nil 🏞️, aß Eis am Stiel 🍭, da kam das Krokodil 🐊, fraß Emma Piel🤱.

  • Dann immer alles in Cups, egal ob Wasser, Mehl, Erbsen oder sonst was.

    Der Knaller ist ja, dass amerikanische Cups nicht englischen Cups entsprechen. Heißt, wenn man ein Rezept ohne eindeutige Quelle vor sich hat, muss man immer noch erst herausfinden, von welcher Seite des Atlantiks es kommt.


    Anglo-Saxon Nuttery! :smiley_emoticons_irre:

  • Der Knaller ist ja, dass amerikanische Cups nicht englischen Cups entsprechen. Heißt, wenn man ein Rezept ohne eindeutige Quelle vor sich hat, muss man immer noch erst herausfinden, von welcher Seite des Atlantiks es kommt.


    Anglo-Saxon Nuttery! :smiley_emoticons_irre:

    Oh, ehrlich? Das ist schwierig, weil ich ja auch mal was von Jamie Oliver nachkoche. Ich glaube für die dort ist es überhaupt nicht crazy. Die haben ihre Cups, tauchen die ins Mehl ein und gut is. Auf die wirkt das befremdlich, dass wir in deutscher Gründlichkeit vor der Waage stehen und das eine Gramm zu viel wieder herausholen.

    Ich bin Theoretiker. Das bedeutet, dass ich praktisch nur denke.

  • Der Knaller ist ja, dass amerikanische Cups nicht englischen Cups entsprechen. Heißt, wenn man ein Rezept ohne eindeutige Quelle vor sich hat, muss man immer noch erst herausfinden, von welcher Seite des Atlantiks es kommt.

    Die Seite des Atlantiks genügt nicht mal, da es sogar zwischen USA und Kanada (dieselbe Seite des Atlantiks) Unterschiede gibt. Zum Glück kommt es beim Kochen nicht ganz so sehr auf Genauigkeit an wie beim Backen. Man kann also getrost "frei Schnauze" messen wie man möchte. Persönlich finde ich diese ungenauen Maßangaben wie Tasse, Esslöffel, Teelöffel, u.a., die es ja auch in manchen deutschsprachigen Rezepten gibt, ganz furchtbar. Es gibt SI-Maßeinheiten wie Gramm resp. Kilogramm und Liter resp. Milliliter. Das reicht voll und ganz und damit kann jeder was anfangen. Gerade Amateur-Rezepte strotzen oft vor solchen Ungenauigkeiten. Da steht dann lediglich "1 Dose XYZ". Im Supermarkt gibt es das Zeug aber in drei verschiedenen Größen und in der Metro sogar eine mit 5 kg. Soll ich die da reinkippen oder was?

    Stell dir vor, du bist so gegen Krieg, dass du dich vor allem dafür einsetzt, dass derjenige gewinnt, der ihn begonnen hat.

  • Ich bin ja eine sehr intuitive Köchin, und ich komme mit diesen ungenauen Maßeinheiten beim Kochen sehr gut zurecht. An genaue Angaben halte ich mich beim Kochen sowieso nicht, und spätestens bei der dritten Zutat weiche ich vom Rezept ab.

  • Die Seite des Atlantiks genügt nicht mal, da es sogar zwischen USA und Kanada (dieselbe Seite des Atlantiks) Unterschiede gibt.

    Es würde mich jetzt nicht mal mehr überraschen, wenn sich das regional noch weiter aufdröselt. Natürlich wird der Colonial Appalachian Cup nicht dem Imperial Maple-Leaf Measurement Goblet entsprechen - warum sollte er auch?


    Zum Glück kommt es beim Kochen nicht ganz so sehr auf Genauigkeit an wie beim Backen. Man kann also getrost "frei Schnauze" messen wie man möchte.

    Für erfahrener Köche: ja. Aber gerade wenn man ein Rezept für andere festhält, dann stört diese Larifari-Freestyle-Mentalität. Die gipfelt dann wie in Rezepten verstorbener Großmütter:


    "Rezept Teig = Wasser, Mehl, Butter"


    Wir bekommen den Teig nicht mehr so hin wie sie. Keine Ahnung woran das liegt.

  • Für erfahrener Köche: ja. Aber gerade wenn man ein Rezept für andere festhält, dann stört diese Larifari-Freestyle-Mentalität. Die gipfelt dann wie in Rezepten verstorbener Großmütter:


    "Rezept Teig = Wasser, Mehl, Butter"


    Wir bekommen den Teig nicht mehr so hin wie sie. Keine Ahnung woran das liegt.

    Das liegt zum Teil aber auch daran, dass bestimmte Grundzutaten heute einfach auch anders sind als früher, vermutlich, weil sich sich Herstellungsprozesse geändert haben und z.B. Weizen ja sehr hochgezüchtet ist. Meine Oma hat sich schon in den 80er/90er Jahren des letzten Jahrhunderts selber gewundert, dass ihre Backwaren irgendwie nicht mehr so wurden wie früher, obwohl sie am Rezept nichts verändert hat.

  • Das mit den Bratlingen hat wunderbar funktioniert. Aus praktikabilitätsgründen habe ich vegane rote Linsen Köfte vom TM gemacht, aber war super. Hab nur nicht aufgepasst und sie waren zu scharf für die Kinder…

  • Für erfahrener Köche: ja. Aber gerade wenn man ein Rezept für andere festhält, dann stört diese Larifari-Freestyle-Mentalität.

    Naja, unerfahrene (auch ich bin ja irgendwann mal angefangen und hatte von nix eine Ahnung) müssen ja nicht unbedingt mit komplizierten oder schlecht beschriebenen Rezepten anfangen. Für diese gibt es Berge von Rezepten, die präzise beschrieben und leicht verständlich sind. Obendrein von Redaktionen getestet wurden und mit einiger Sicherheit gelingen. Ein Maurer, der gerade erst gelernt hat, Mörtel anzumischen, baut ja auch nicht als erstes einen Wolkenkratzer. Man kann also diese Rezepte in "Larifari-Freestyle", wie du sie so nett bezeichnest, getrost an die Seite legen. Der Autor war dann offenbar nicht daran interessiert, dass viele Menschen seine Kreation nachkochen.

    Stell dir vor, du bist so gegen Krieg, dass du dich vor allem dafür einsetzt, dass derjenige gewinnt, der ihn begonnen hat.

  • Das mit den Bratlingen hat wunderbar funktioniert. Aus praktikabilitätsgründen habe ich vegane rote Linsen Köfte vom TM gemacht, aber war super. Hab nur nicht aufgepasst und sie waren zu scharf für die Kinder…

    Hast Du sie dann einfach gebraten? Im Rezept werden sie ja so serviert.

  • Das mit den Bratlingen hat wunderbar funktioniert. Aus praktikabilitätsgründen habe ich vegane rote Linsen Köfte vom TM gemacht, aber war super. Hab nur nicht aufgepasst und sie waren zu scharf für die Kinder…

    Abhärten. Brav aufessen, dann gibts danach ein Eis

    Ich bin Theoretiker. Das bedeutet, dass ich praktisch nur denke.

  • BeataM


    Ich habe sie im Backofen gebacken, wir haben sie dann mit Hummus und Gurken/tomatensalat und grünem Salat im Wrap gegessen. Also abgesehen von meiner Tochter, die hat Brot und drei Stück Gurke gegessen :smiling_face:


    Meshuggle

    Das wäre wohl nicht das Signal, dass ich senden wollen würde. :grinning_face: Ich versuche, nicht mit essen zu bestechen.


    Aber war echt zu scharf. Aber sehr sehr lecker.

  • Ich finde mit Cups backen hat viele Vorteile. Es geht schneller und ist kinderleicht. Die hängen bei mir im Schrank und sind sofort Griffbereit. Die Kinder können dadurch völlig alleine einen Kuchenteig herstellen und auch das Bircher Müsli ist immer schnell zusammengemischt.


    Ich kann auch ehrlich gesagt nichts mit diesen Brotrezepten anfangen, wo man 59g Wasser, 0,59g Salz, 29g Mehl und 5,9g Anstellgut braucht. :face_with_rolling_eyes:

  • Ich finde es jetzt irgendwie nicht so schlimm, wenn man etwas nicht aufessen mag, weil‘s zu scharf ist……

    Ich finde es grundsätzlich nicht schlimm, wenn man etwas nicht aufessen mag, egal, aus welchem Grund. Kinder, die aus Prinzip den Teller leeressen müssen, tun mir furchtbar leid. Wir mussten das als Kinder nicht, weil unsere Mutter das musste, und sie wusste noch genau, wie sich das damals anfühlte. Nämlich ganz scheußlich. :frowning_face:

  • Kinder, die aus Prinzip den Teller leeressen müssen, tun mir furchtbar leid.


    deswegen haben sich meine kinder sehr früh das essen selber auf die teller gefüllt und so gelernt, wieviel sie so ungefähr brauchen, wann sie vielleicht mit weniger anfangen und nachnehmen... aber dann war es schon auch quasi "pflicht" das aufzuessen, was man sich genommen hat!

    Augen auf bei der Berufswahl!

  • Wir machen das auch nicht. Was wir machen: es muss Gemüse gegessen werden, wenn Gemüse da ist. Wer das gekochte nicht mag, kann Rohkost haben. Zur aller grössten Not gibts auch mal Apfel dazu, wenn wirklich absolut nichts auch nur annähernd genießbares da ist. :smiling_face:


    Aber wir machen nicht: alle essen Kartoffeln, Spinat und Fischstäbchen und entsprechende Personen essen nur Fischstäbchen. Dann isst man halt Fischstäbchen und Gurke oder was weiß ich. Klappt sehr gut.

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