Seltsame Orthopnoe

  • Hallo,


    ich hatte diese Nacht einen unschönen Anfall von Atemnot. Würde sagen, es war so im Übergang zum Schlaf, als ich plötzlich keine Luft mehr bekam, als ich auf der rechten Seite lag. Ich hatte dann das Bedürfnis, mich ganz schnell hinzusetzen, dann wurde es auch relativ schnell besser, dauerte aber etwas länger (dennoch wohl nicht mehr als ein paar Sekunden) als sonst und ich bekam zeitgleich Schmerzen im Brustkorb und mir wurde schwindlig. Das war nicht das erste Mal, dass ich so einen Anfall im Liegen hatte, aber dieses Mal war er irgendwie noch ausgeprägter als die letzten Male. Das erste Mal ist es mir im Februar 2020 aufgefallen, als ich eine Lungenentzündung hatte. Da habe ich es aber darauf geschoben. In der Zeit bis jetzt hatte ich immer wieder mal so Momente, dass ich plötzlich eine komische Atmung hatte, da war es aber nicht so ausgeprägt und mehr so ein komischer Atemzug, wie, als wenn man erschrickt. Der Gastro sprach mich nach meiner Gastro- und Koloskopie allerdings auch an, ob es mir gut geht, weil ich gerade so komisch geatmet hätte, als ich vom Propofol nochmal weggenickt war. Da hatte ich das aber gar nicht gemerkt. Nun ist es die letzte Zeit schon mehrmals vorgekommen, dass mir richtig heftig die Luft wegbleibt und ich mich dann aufsetzen muss. Bisher ist es mir nur aufgefallen, wenn ich auf der rechten Seite liege. Aber ich liege auch mehr auf der rechten Seite als auf der linken.


    Ich dachte erst an Schlafapnoe. Aber so richtig passt es auch nicht, da es auch schon tagsüber aufgetreten ist, wenn ich mich hingelegt habe und noch gar nicht eingeschlafen war.


    Seit einigen Monaten (um genau zu sein seit meiner Coronainfektion im Februar) bin ich auch vermehrt verschleimt. Das habe ich manchmal eine ganze Zeitlang, besonders im Liegen. Da hatte ich aber meine NNH in Verdacht. Die haben einen Schaden wegbekommen, als ich eine Zeitlang in einer Kita gearbeitet habe und waren auch während der Coronainfektion und danach lange dicht. Ich habe ein hyperreagibles Bronchialsystem, was sich allerdings hauptsächlich bei Infekten zeigt. Dass ich schnarche, weiß ich. Bin auch schon manchmal vom Schnarchen aufgewacht.


    In letzter Zeit habe ich allerdings auch wieder vermehrt Tachykardien mit Druck auf dem Brustkorb und tlwse. auch Schwindel. Seit den Coronaimpfungen und der Infektion neige ich leider vermehrt dazu. Beim Kardiologen bin ich schon seit Jahrzehnten in Behandlung wg. einem Mitralklappenprolaps mit Insuffizienz Grad I und Trikuspidalinsuffizienz Grad I und hatte die letzten Jahre halbjährliche Kontrollen, da mein linker Fuß immer wieder recht stark anschwillt (da ist auch ein Weichteilödem drin), wo keiner weiß, woher das kommt. Um nichts zu übersehen, wurden die Kontrolltermine auf alle halbe Jahre gelegt. Da war aber im Juni noch alles in Ordnung und die Kontrolltermine wurden daher wieder auf jährlich gelegt. Vor einigen Jahren hatte ich auch schon einen AV-Block Grad III, der sich aber wieder selbst regeneriert hatte.


    Bisher habe ich das für übertrieben gehalten, deshalb zu einem Arzt zu gehen, zumal es nicht jeden Tag/jede Nacht auftritt und bisher auch nicht mehrmals am Tag/Nacht. Da die Anfälle aber ausgeprägter geworden sind und die Abstände auch kürzer, scheint ja da doch irgendwas nicht zu stimmen. Diese Nacht konnte ich auch eine ganze Weile nicht wieder einschlafen, weil ich danach noch eine Weile bisschen Druck auf dem Brustkorb hatte und auch, weil ich dann doch auch bisschen Schiss hatte, dass es gleich wieder passiert.


    Hat jemand eine Idee, was das sein könnte oder kennt diese Art von Anfällen? Ich selbst kann nicht sagen, was in dieser Situation vorher passiert, da mein Mann und ich getrennte Schlafzimmer haben.

    Es muss nicht immer alles einen Sinn ergeben. Manchmal reicht es, wenn es Spaß macht.

    Edited once, last by Drachenblut ().

  • Sunflower_73 Ja, Rückenprobleme habe ich auch zur Genüge, von Wirbelblockaden über Bandscheibenvorfälle, Interkostalneuralgie, Arthrose, etc. Bekomme zur Zeit auch wieder KG, aber mein Orthopäde ist da etwas knausrig. Nach 2 Rezepten ist immer erst mal Schluss für ein halbes Jahr. Werde im neuen Jahr wohl mal auf die Suche nach einem neuen gehen, zumal ich eine genetische Bindegewebserkrankung habe, bei der ich normalerweise dauerhaft KG bekommen könnte lt. Heilmittelkatalog. Aber die Realität sieht dann manchmal ganz anders aus. Danke dir.

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  • Orthopäden wechseln. Hausarzt wg. Physio fragen. Diese Pause ist nicht zwingend erforderlich...


    Aber mir stellt sich halt die Frage, ob da was vom Rücken aus blockiert wird, wodurch die Atmung sich so verändert. Weil es ja so positionsabhängig zu sein scheint. Würde das in der Physio auch mal ansprechen.

    Live the life you love. Love the life you live.

  • Orthopäden wechseln. Hausarzt wg. Physio fragen. Diese Pause ist nicht zwingend erforderlich...


    Aber mir stellt sich halt die Frage, ob da was vom Rücken aus blockiert wird, wodurch die Atmung sich so verändert. Weil es ja so positionsabhängig zu sein scheint. Würde das in der Physio auch mal ansprechen.

    Ja, anderer Orthopäde ist in Arbeit. Mit dem HA ist es auch nicht ganz so einfach. Ich bin bei ihm erst seit Juni 2020, war aber bisher nur 3 x bei ihm in der Sprechstunde. Vorher war ich in seiner Praxis bei einer Ärztin, die ihre Facharztausbildung dort gemacht hat. Da hat von Anfang an die Chemie wunderbar gestimmt. Leider hat sie im April ihre Ausbildung dort abgeschlossen und ist nun in einer Kinderarztpraxis. Allerdings hatte sie mir auch nur einmal Physio verschrieben und meinte, ich solle dann wieder zum Orthopäden gehen, der hätte da mehr Möglichkeiten. Der Praxisinhaber (also, quasi mein eigentlicher HA, den ich aber kaum kenne) zweifelte schon die Diagnose der Bindegewebserkrankung an (obwohl es da einen Befundbericht von einer Humangenetikerin gibt), da wird er mir kaum KG verschreiben. Es ist eine sehr seltene Erkrankung, mit der sich nur wenige Ärzte wirklich gut auskennen, einlesen will er sich aber auch nicht. Bin da auch am Überlegen, ob ich zu seinem Vertretungsarzt wechsle, bei dem ich einmal war, als mein jetziger HA nicht da war. Dieser fand da schon alles schlüssig und passend zu dieser Erkrankung, obwohl ich ihm da nur einen kleinen Ausschnitt erzählt habe. Aber da muss ich erst schauen, ob er noch Neupatienten aufnimmt.


    Der Gedanke, dass die Luftnot evtl. an Wirbelblockaden liegen könnte, ist mir gestern nach meinem Physiotermin auch gekommen. Ich hatte bis dahin immer noch so ein Druckgefühl im Brustkorb, konnte allerdings auch nicht ausschließen, dass es evtl. nur Einbildung ist. Aber meine Physio hat mir alleine in der BWS 6 - 7 Blockaden gelöst und danach habe ich mich gleich freier im Brustkorb gefühlt.

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  • Heute Mittag hatte ich es wieder, wieder auf der rechten Seite liegend. War aber dieses Mal nicht so intensiv und hat gleich aufgehört, als ich mich aufgesetzt habe.


    Mir ist da nun ein ganz anderer Verdacht gekommen: Reflux. Dazu passen würde, dass es mir 2020 das erste Mal aufgefallen ist, seitdem habe ich nämlich wieder vermehrt Magenprobleme. Mein Gastro meinte zwar, dass ich mit der Dosis Säureblocker kein Sodbrennen haben dürfte, aber bei mir verläuft manches anders. Vor meiner pH-Mannometrie vor einigen Jahren hatte mir mein damaliger Gastro auch nicht geglaubt, dass ich überhaupt Reflux habe (zumindest nicht unter PPI-Medikation), da er bei den Spiegelungen außer meiner chron. Gastritis und hin und wieder Refluxösophagitis oft nichts sehen konnte. Bei der pH-Mannometrie kam dann aber raus, dass ich pathologischen Reflux habe. 2011 hatte ich deshalb eine Fundoplicatio, wobei aber schon gesagt wurde, dass ich vermutlich nicht komplett beschwerdefrei werde, da eine Gastroparese sehr wahrscheinlich ist. Eine Zeitlang hat es auch ohne Säureblocker funktioniert (allerdings erst 8 Monate nach der OP), bis die Refluxösophagitis zurückkam und ich wieder Säureblocker nehmen musste. Bei meiner letzten Gastroskopie im letzten Jahr konnte man die Refluxösophagitis und die chron. Gastritis nur mikroskopisch sehen und mein Gastro war der Meinung, dass ich die PPI langsam ausschleichen kann. Ich hatte ihm aber schon gesagt, dass das vermutlich nicht funktionieren wird, da ich dann wieder vermehrt Sodbrennen und Co. bekomme und sowohl die C-Gastritis als auch die Refluxösophagitis dann auch wieder makroskopisch gesehen werden. Ich spreche da aus Erfahrung, habe schon mehrmals versucht, mit der Dosis runterzugehen. Ja, so war es dann auch und er hat kapituliert, mir allerdings dann einen anderen Säureblocker in niedrigerer Dosis verschrieben, der aber besser wirken soll. Funktioniert aber leider nicht so gut wie bei dem letzten Säureblocker. Mit dem letzten Säureblocker hatte ich kein offensichtliches Sodbrennen, aber mein Magen hat schon tlwse. trotzdem rebelliert, was sicherlich auch mit an der Gastroparese liegt. Da davon ausgegangen wird, dass man bei mir höchstens eine 60 %-ige Beschwerdefreiheit herstellen kann, habe ich es bisher auch dabei belassen. Mit dem jetzigen Säureblocker habe ich aber hin und wieder Sodbrennen sowie häufig Magenbrennen.


    In letzter Zeit ist mir auch aufgefallen, dass mir, wenn ich nach dem Essen noch was trinke, das Getränk wieder rückwärts kommt, wenn ich mich danach ein bisschen nach vorn beuge. Lt. Gastro schließt meine Manschette aber gut, dass eigentlich nichts durchkommen dürfte. Ich hatte ihm da aber auch schon gesagt, dass ich vermute, dass durch die Bindegewebserkrankung da das Bindegewebe nachgibt.


    Für ein Refluxproblem würde auch sprechen, dass mir die Atemnot bisher nur beim Liegen auf der rechten Seite aufgefallen ist. Die beste Schlafposition ist da ja aber die linke Seite. Nur kann ich auf der linken Seite nicht so lange liegen, geschweige denn einschlafen. Ich habe zwar schon seit Jahren das Kopfteil höher gestellt, das reicht aber vermutlich nicht aus. Da wäre vllt. doch mein Gastro der beste Ansprechpartner.

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  • Für ein Refluxproblem würde auch sprechen, dass mir die Atemnot bisher nur beim Liegen auf der rechten Seite aufgefallen ist.

    so als tipp: vielleicht versuchst Dur es mal damit jeden tag mindestens 2 Bananen zu essen. das hilft bei Magen- und Darmproblemen, besonders auch reflux, oft wunder.


    Quote

    3 besonders gute Lebensmittel bei Reflux


    Banane: Das Obst enthält viele Schleimstoffe, die sich nach dem Verzehr wie ein Schutzschild auf die Magenschleimhaut legen. Überschüssige Säuren werden so neutralisiert und lassen Sodbrennen erst gar nicht entstehen.
    Goldene Leinsamen: Am besten als Leinsamen-Aufguss verwenden. Die Leinsamen bilden einen schützenden Schleim, der die Speiseröhre und den Magen überzieht. Zudem wird der saure Magensaft abgepuffert.
    Kamille: Ein Tee aus Kamillenblüten beruhigt den Magen und kann die Säureproduktion regulieren. Zudem wirken die ätherischen Öle aus dem Tee antientzündlich, was einer gereizten Speiseröhre zu Gute kommen kann

    Reflux: Richtig essen bei Sodbrennen & Co.
    Expertentipps von Dr. Riedl
    eatsmarter.de


    hier noch weitere infos:

    Quote

    Die Banane ist nicht nur gesund, sie hilft auf zweifache Weise bei Sodbrennen.

    Einer der Gründe, warum Bananen bei Sodbrennen hilfreich sind, ist ein bestimmter Wirkstoff in der Frucht, der die Schleimproduktion im Magen anregt.
    Produziert der Magen mehr schützenden Schleim, ist er nicht nur vor der aggressiven Magensäure geschützt, sondern auch vor scharfen Speisen.
    Der andere Grund, warum Sie bei Sodbrennen Bananen essen sollten, ist der hohe Kaliumgehalt des Obstes. Kalium wirkt alkalisierend. Das bedeutet, dass Kalium den pH-Wert anhebt. Dadurch wird die Magensäure zumindest ein wenig neutralisiert.
    Bananen verhindern also nicht das Aufsteigen von Magensäure. Sie können dazu beitragen, dass diese nicht mehr so aggressiv ist. Somit verursacht die Säure keine oder kaum Schmerzen.

    https://praxistipps.focus.de/b…n-so-funktionierts_106992

  • going Danke dir. Ja, Bananen esse ich schon öfter mal, wenn ich Probleme mit dem Magen habe. Aber mehr als eine am Tag geht da nicht, da ich ohnehin schon schlecht auf die Toilette kann und Bananen stopfen ja zusätzlich noch. Ist eben blöd, wenn man mit beidem Probleme hat. Denn was für den Magen gut ist, ist nicht unbedingt für den Darm gut. Leinsamen könnte ich nochmal probieren. Hatte eine Zeitlang mir mal selbst Müsli gemischt (empfohlen vom Gastro), da war u. a. auch Leinsamen mit dabei. Das hat anfangs der Verdauung ganz gut geholfen, nach der Gewöhnung daran dann aber nicht mehr so.


    Gestern Abend habe ich nun mal getestet, was passiert, wenn ich längere Zeit auf der linken Seite liege. Und, was soll ich sagen? Da hatte ich auch einen kurzen Atemnotsanfall. Nicht so intensiv wie vor ein paar Tagen, aber genauso, wie ich es auch von der rechten Seite kenne, wenn es nicht so so ausgeprägt ist. War mir also nur auf der rechten Seite aufgefallen, weil ich eben überwiegend auf der rechten Seite liege. Ich werde trotzdem mal meinen Gastro anschreiben, er meldet sich meist recht schnell bei mir und ist auch immer sehr zugewandt. Als ich gestern Abend ins Bett gegangen bin, hatte ich auch schon wieder Magenbrennen und heute morgen bin ich auch mit Übelkeit und Magenschmerzen aufgewacht, also, ist es vllt. doch nicht so abwegig, dass das Problem von den Verdauungsorganen kommt.

    Es muss nicht immer alles einen Sinn ergeben. Manchmal reicht es, wenn es Spaß macht.

  • Aber mehr als eine am Tag geht da nicht, da ich ohnehin schon schlecht auf die Toilette kann und Bananen stopfen ja zusätzlich noch. Ist eben blöd,

    ja, kenne ich. besser kannte. ich esse nämlich sehr gerne Bananen, auch schon wegen des hohen Kalium- und magnesiumgehalts.

    aber genau das problem hatte ich auch immer.

    bis ich dann folgendes gelesen habe: eine Banane am tag wirkt verstopfend (also auch als Hilfsmittel bei durchfall z.b.) - aber zwei Bananen am tag bewirken genau das Gegenteil und befördern und regulieren die Verdauung.

    habe ich ausprobiert und es funktioniert super! meine Verdauung ist seit dem/seit jahren (täglich 2 Bananen) absolut perfekt - besser wäre nicht möglich.


    probier es einfach mal.

  • Kurzes Update: Nachdem ich meinem Gastroenterologen per Mail meine Symptomatik geschildert habe, hat er sich nun heute zurückgemeldet. Er hält eine gastrologische Ursache für unwahrscheinlich und rät mir, das Ganze kardiologisch abklären zu lassen. Eine kardiale Ursache habe ich eigentlich nicht im Sinn, zumal ja im Juni da soweit alles i. O. war. Meine Bauchaorta hat zwar schon etwas Ablagerungen lt. einer Angiologin, bei der ich Ende September war, aber da das noch nicht mal im Befundbericht steht, gehe ich davon aus, dass diese Verkalkungen auch nur geringfügig sind und zu vernachlässigen sind. Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass sich in so kurzer Zeit in kardiologischer Richtung was verändert hat. Habe nun aber dennoch die kardiologische Praxis angeschrieben und meine Symptomatik geschildert. So ausgeprägte Anfälle wie letzte Woche Mittwoch hatte ich nicht mehr, nur so kleinere Aussetzer. Dann reicht sicher auch ein Termin Anfang des nächsten Jahres aus.


    Gestern kam mir dann der Gedanke, dass ich ja mal meine Smartwatch nachts die Sauerstoffsättigung aufzeichnen lassen könnte. Der niedrigste Wert lag in der Nacht bei 85 %, was schon sehr niedrig wäre. In der Zeit, als ich wach war, hatte ich nur einmal einen kleinen Aussetzer, da ist die Sättigung aber nicht so weit runtergefallen. Aber ob man diesen Werten trauen kann, ist ja auch die Frage. Die Smartwatch ist ein recht günstiges Modell, hat allerdings auch sehr oft völlig normale Werte gemessen (98 %). Zumindest kann man das dann vllt. als Anhaltspunkt sehen, dass in solchen Phasen die Sättigung doch ganz schön absinkt. Letztendlich kann das aber nur ein Arzt klären.

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  • Nachdem mein Kardiologe mir schrieb, dass die Praxis rappel oll ist und ich zum HA gehen soll, hat mich nun mein HA ins Klinikum verfrachtet. Und das, obwohl EKG I. O. war, Troponin und D-Dimere auch und beim Lunge abhören scheinbar auch alles i. O. war. Er meinte, es könnte trotzdem was sein und da ich Risikofaktoren habe, sollte das abgeklärt werden. Hätte ich das gewusst, wäre ich nicht hingegangen.


    Notaufnahme brechend voll. Die Patienten lagen auf den Gängen in ihren Betten. Seit 14 Uhr bin ich nun hier. Mittlerweile seit etwas über 2 h in der Notaufnahme am Monitor zur Überwachung mit 3 weiteren Patienten. Aufstehen darf ich auch nicht. Mir geht's aber gerade gut, ich habe nichts. Gut, sitze auch fast im Bett. Hatte ja gedacht, ich kann wieder nach Hause. Arzt wollte sich EKG anschauen, aber dann hat er zu einer Mitpatientin gesagt, dass sie nach Hause kann. Ich hätte das Ganze lieber ambulant abklären lassen. Ich wollte auch lieber nach Hause. 😭

    Es muss nicht immer alles einen Sinn ergeben. Manchmal reicht es, wenn es Spaß macht.

  • Ich durfte heute wieder nach Hause und bin auch ganz froh drüber. Da kommt man ja kränker wieder raus, als man rein ist. Mir ging es heute Morgen richtig Sch*, mir war kotzübel durch die lange unfreiwillige Fastenzeit, dass sogar der Zwieback immer mehr im Mund wurde. Zudem war mein Kreislauf total im Keller. Meine Nase war auch die ganze Nacht dermaßen dicht, dass ich nur durch den Mund atmen konnte, bekam aber kein Nasenspray. Kalt war es auch und meine Bettnachbarin und ich durften nicht aufstehen, so konnten wir die Heizung auch nicht hochdrehen. Aber wir haben wenigstens eine zweite Decke bekommen. Ich musste ja so ein schickes OP-Hemd anziehen, obwohl ich eigene Sachen mithatte. Bis zu unserer Entlassung heute Mittag lagen meine Bettnachbarin und ich noch in der Notaufnahme in der Überwachung. Es ist traurig, was in den Krankenhäusern los ist. Die Pflegekräfte können nichts dafür, die tun ihr bestes und arbeiten am Limit. Das haben wir dem Sparzwang im Gesundheitssystem zu verdanken. So schnell möchte ich da nicht wieder hin. Wer abnehmen will, hat da aber gute Chancen bei einer Nacht in der Notaufnahme ein paar Pfunde zu verlieren. Ich habe gleich 1,5 kg abgenommen. Habe diese Nacht auch kein Auge zubekommen. Erst mal hat meine Bettnachbarin die ganze Nacht stark gehustet und dann ist in der Notaufnahme ja auch immer richtig was los.


    Dennoch bin ich etwas irritiert. Mir wurde heute nach dem Echo gesagt, dass die Untersuchungen in Ordnung waren und sie nicht sagen können, woher die Luftnot kommt. Das glaube ich auch, habe mich ja die meiste Zeit in Bezug auf Atemnot ganz gut gefühlt. Bis auf ein paar kleinere kurze Atemaussetzer war da, zumindest, solange das Gerät dran war, nichts weltbewegendes. Als ich dann später doch mal weggenickt bin, hatte ich aber 2 - 3 heftigere Aussetzer, wo ich auch gleich in die Senkrechte geschossen bin. Zu der Zeit war ich aber schon abgestöpselt. Denke aber nicht unbedingt, dass diese paar Aussetzer dann noch was weltbewegendes hervorgebracht hätten.


    Aber was mich irritiert: Scheinbar bestand doch der Verdacht auf Myokardinfarkt, das stand auch so im Befundbericht bei den Diagnosen. Mein hochsensibles Troponin war bei allen 3 Messungen erhöht. Bei der zweiten Messung stieg er um einiges an und bei der heutigen war er wieder rückläufig, aber immer noch höher als bei der ersten Messung. Hatte mich gestern auch gewundert, dass der Arzt zu mir sagte, dass das EKG zwar in Ordnung war, aber sie mich gerne heute auf die Kardiologie verlegen wollen, um zu schauen, was mit dem Herz los ist. Ich habe mir da gar nichts bei gedacht, dachte nur, sie schauen eben nur sehr gründlich. Gestern Abend und heute Morgen waren dann auch nochmal zwei Kardiologen da, die mich nochmal genau zu der Symptomatik befragt haben. Heute meinte dann der Kardiologe, wenn das Echo in Ordnung ist, kann ich nach Hause. Da dort alles auch soweit unauffällig aussah und die Pumpfunktion auch gut war, bin ich entlassen worden. Der CK-MB war heute auch erhöht und der Quotient lag bei 7, gestern die beiden Werte aber normal. Denke, das lag einfach am Schlafentzug. Gfr war auch zu niedrig, aber das habe ich recht oft. Kann Troponin einfach mal so erhöht sein? Bei meinem HA war der Wert ja gestern noch normal, ich weiß aber nicht, ob er nur den normalen Troponin gemessen hat.


    Die Aussetzer scheinen auch bei stärkerer Erschöpfung gehäufter und stärker aufzutreten. Zumindest hatte ich die heute zu Hause, als ich mich nochmal hingelegt habe, (fast) pausenlos.


    Es wurde nun empfohlen, evtl. nochmal eine Analyse der Atemtätigkeit im Schlaf ambulant messen zu lassen, auch, wenn ich nicht dem typischen Patienten dafür entspreche.

    Es muss nicht immer alles einen Sinn ergeben. Manchmal reicht es, wenn es Spaß macht.

  • Es wurde nun empfohlen, evtl. nochmal eine Analyse der Atemtätigkeit im Schlaf ambulant messen zu lassen, auch, wenn ich nicht dem typischen Patienten dafür entspreche.

    das würde ich auch unbedingt abklären lassen, aufgrund dessen, was du da im letzten post beschrieben hast, würde ich eine schlafapnoe unbedingt abklären (im optimalfal natürlich ausschließen) lassen.

  • Es wurde nun empfohlen, evtl. nochmal eine Analyse der Atemtätigkeit im Schlaf ambulant messen zu lassen, auch, wenn ich nicht dem typischen Patienten dafür entspreche.

    Ich kann mir gar nicht wirklich vorstellen, wie das ambulant funktionieren sollte. :thinking_face: :thinking_face:

    (Maske?, Brustgurt?, ....)


    Wäre das nicht was für ein Schlaflabor? Also 1-2 Nächte stationär?

    Da könnte man dann ja auch noch andere Parameter gleich noch mit überwachen.

  • Ich habe im Schlaflabor wie auch zuhause diese Schlafüberwachung gehabt.

    Für Zuhause bekommst du nur Elektroden aufgeklebt und das Gerät.

    Ich würde dir aber eher zum Schlaflabor raten, ist zwar viel mehr an Verkabelungen und man kommt sich vor wie ein Star Wars Schauspieler,aber die sehen gleich ob es etwas außergewöhnliches ist,die Krankenschwester und der Arzt sitzen die Nacht vom PC, ich war ein paar Mal schon dort .

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