Einstellungsuntersuchung - Kann mir jemand die Angst nehmen?

  • ... ich reihe mich hier mal ein.


    Werde Anfang nächstes Jahr auch einen neuen Job anfangen und es wird ebenfalls eine Einstellungsuntersuchung geben. Ist in meinem Fall aber Privatwirtschaft.

    Bürojob mit Dienstreisen... (mach ich jetzt auch).


    Mir erschließt sich ebenfalls nicht, warum man Blut und Urin testen muß, für eine solche Art der Tätigkeit.


    Hatte es in der Vergangenheit schon häufiger, bei mir ist das immer "lustig", da ich miese Blutwerte habe (und keiner weiß wieso, hab ich schon seit 25 Jahren, sämtliche Nachforschungen nach dem "warum" waren bisher erfolglos).

    Das habe ich denen dann immer vorher erklärt (und den Kontakt zu meiner Ärztin weiter gegeben).


    Hat jemand eine Ahnung, warum das überhaupt gemacht wird? Will der Arbeitgeber sich absichern, daß er keinen chronisch Kranken einstellt oder wie muß ich das verstehen? Ggf. vielleicht eine Suchterkrankung ausschließen?

  • Ist das überhaupt legal mit der Einstellungsuntersuchung? Ich kenn nur die Pflichtuntersuchung, wenn man minderjährig arbeitet. Aber alles was Gesundheitsdaten sind, geht den Arbeitgeber ja eigentlich nichts an.

  • Ist das überhaupt legal mit der Einstellungsuntersuchung? Ich kenn nur die Pflichtuntersuchung, wenn man minderjährig arbeitet. Aber alles was Gesundheitsdaten sind, geht den Arbeitgeber ja eigentlich nichts an.

    Interessante Frage... Du hast recht, da gibt es ja die Schweigepflicht und ich muß ja nicht mal den Grund für eine Krankschreibung offenlegen...

    Ist das überhaupt legal mit der Einstellungsuntersuchung? Ich kenn nur die Pflichtuntersuchung, wenn man minderjährig arbeitet. Aber alles was Gesundheitsdaten sind, geht den Arbeitgeber ja eigentlich nichts an.

    Davon kannst du jedenfalls bei öffentlichen AGs ausgehen, Hätte sicher schon mal jemand erfolgreich geklagt, wenn das „illegal“ wäre. Der AG wird auch nicht erfahren, welche Krankheiten du hast, sondern nur ob du gesundheitlich geeignet bist.

  • Hallo meine Lieben,

    Da bin ich mal wieder und wollte euch berichten wie die Einstellungsuntersuchung gelaufen ist. Kurz um... Ich bin für die Stelle "geeignet" eingestuft worden 😀

    Musste wiederholt Blut abnehmen lassen, Urin Untersuchung, EKG, Seh und Hörtest, Spiro und ein bisschen "Turnen". Echt der Hammer für eine einfache Bürostelle.. Aber okay 😕


    Leider gibt es aber auch keine so guten Nachrichten und ich wäre euch dankbar wenn ihr mir da nochmal helfen könntet.

    Laut Bericht sind drei Blutwerte nicht in Ordnung und es gibt die Empfehlung dies vom Hausarzt checken zu lassen, was ich dieses Jahr definitiv nicht mehr machen werde. Hab erstmal genug von Ärzten 😒👎

    Es geht um die Werte Erythrozyten, Hämoglobin und Hämotokrit.

    Alle drei Werte sind leicht erhöht.


    Könnt ihr mir sagen was das bedeutet? Ist das schlimm?


    Gruß Daniela 🙂

  • Es geht um die Werte Erythrozyten, Hämoglobin und Hämotokrit.

    Alle drei Werte sind leicht erhöht.

    Vielleicht hast Du in den Stunden vor der Blutentnahme etwas zu wenig getrunken und das Blut war dadurch ein bisschen "dicker".


    Diese 3 Blutwerte hängen übrigens ziemlich eng miteinander zusammen.

    Hämatokrit ist z.B. hier schön erklärt.


    Wenn einzelne Laborwerte etwas außerhalb des Referenzbereichs liegen, ist das in der Regel nicht Besorgnis erregend. Das kommt sogar bei völlig gesunden Menschen öfter mal vor!


    Wie kommen die "Referenzbereiche" zustande?


    Laut Bericht sind drei Blutwerte nicht in Ordnung und es gibt die Empfehlung dies vom Hausarzt checken zu lassen, was ich dieses Jahr definitiv nicht mehr machen werde.

    Das reicht auch im Januar oder ca. Mitte Februar.

  • Kurzer Bericht:


    Die Ärztin dort fragte nur, ob ich Vorerkrankungen habe.


    Das bejahte ich, dann meinte sie, welche denn?


    Und als ich sagte, MS, sagte sie, ich soll ab jetzt die "Klappe halten" und sie vermerkt es nicht groß.


    Zitat: "Sie können ja auch theoretisch mit dem Rollstuhl an Ihren Schreibtisch rollen" "Die sollen sich da mal nicht so anstellen".


    Sie war eher so Typ "Raubein".


    Sie hat mir dann eine Nummer gegeben von einer Frau, die sich darum kümmert, Gleichstellungen zu beantragen.


    Dort soll ich mich mal melden, wenn ich gut drin bin im neuen Unternehmen.


    Kennt sich damit hier wer aus?


    Außerdem wurde "nur" ein Sehtest gemacht.


    Gestern war mein erster Arbeitstag und ich habe festgestellt, eine Art Vorgesetzter dort (leitende Position), hat auch MS.


    Also scheinen die dort generell positiv der Krankheit gegenüber eingestellt zu sein (meine Meinung/Auffassung).


    Sonst wäre er ja nicht so hoch aufgestiegen, trotz der Krankheit, er geht bereits an Krücken.

  • Sie hat mir dann eine Nummer gegeben von einer Frau, die sich darum kümmert, Gleichstellungen zu beantragen.


    Dort soll ich mich mal melden, wenn ich gut drin bin im neuen Unternehmen.


    Kennt sich damit hier wer aus?

    Ich bin auch im öffentlichen Dienst und war damals bei unserem Schwerbehindertenbeauftragten, dürfte so ähnlich sein. Der hat für mich die Formulare zum GdB-Antrag rausgesucht und mit mir ausgefüllt und auch weggeschickt. War super hilfreich, weil er genau wusste, was man ausfüllt und was man besser erstmal auslässt etc.

    Letztendlich hat sich meine gesundheitliche Situation zum Positiven entwickelt, deswegen bin ich darauf aktuell nicht angewiesen, aber ich kann es nur empfehlen.

  • Ach schön,dass es so gelaufen ist . Nur trotzdem kann ich dir nur empfehlen in der Probezeit keinem von deiner MS zu erzählen.

    Ich kenne eine junge Ärztin , die in ihrer Probezeit krank wurde , länger und dann würde MS festgestellt. Sie hat es dann erzählt ,weil sie dachte, dass man dann mehr Verständnis für ihre Ausfallzeit hätte. Weit gefehlt , die würde gekündigt und dem Team ,die das alle unmöglich fanden ,wurde gesagt ,dass kann die Klinik sich nicht leisten .

    Nur das ein Vorgesetzter dort auch MS hat ,bedeutet nicht ,dass sie ihn behalten hätten , hätten sie es eher erfahren und dann ist er ja unkündbar .

    Du bekommst doch sicher einen Behinderungsgrad zugesprochen,damit kann man dann die Gleichstellung beantragen und ist unkündbar . Bei 30 Prozent kann man es beantragen ,kann wohl aber abgelehnt werden und bei 50 Prozent bekommt man es sicherer. Ja erkundige dich mal gut und "halt die Klappe" ,sei nicht zu vertrauensselig. :winking_face_with_tongue:

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