Absicherung im Todesfall

  • Hallo zusammen,


    mich würde interessieren, wie ihr euch und eure Familie abgesichert habt?


    Hintergrund: Wir (mein Mann und ich) haben nun 2 Immobilienfinanzierungen mit großen Summen an der Backe und haben 2 kleine Kinder (3 und 5 Jahre alt).


    Mein Mann hat eine Risikolebensversicherung über seinen Arbeitgeber, d.h. wenn er unerwartet verstirbt, komme ich klar. Wenn er arbeitsunfähig wird, wird es eng. Vollzeit könnte ich die Raten jedoch gerade so wuppen.


    Mein Mann verdient mehr als ich, d.h. wenn ich arbeitsunfähig wäre, würde es finanziell mit ein paar Abstrichen wohl ganz gut ausgehen, sodass mein Mann keinen Anlass sieht, dass ich eine Lebens- oder Dienstunfähigkeitsversicherung abschließe. Mir wäre allerdings bisschen wohler, wenn ich mich absichern würde.


    Es gibt ja auch noch andere Szenarien außer Tod und einer erwerbungsunfähig (Trennung und dann Arbeitsunfähigkeit, sodass das Einkommen des anderen eben nicht aushilft).


    Noch bin ich gesund und würde die Gesundheitsfragen „bestehen“, wenn irgendwann eine ernste Diagnose eintrudelt, dann ist der Zug abgefahren.


    Also, wie seid ihr abgesichert?

  • Das Thema geistert bei uns auch umher, da wir gerade ein Haus gekauft haben.

    Allerdings waere eine Risikolebensversicherung fuer mich gar nicht wirklich moeglich, zumindest nicht zu gescheiten Konditionen. Guertelrose, Sehnerventzuendung, kaputtes Knie und Uebergewicht.

    Zwar schraenkt mich nichts davon ein, aber das interessiert ja niemanden :winking_face:


    Unsere Kreditrate ist niedrig genug, dass sie jeder von uns alleine stemmen kann und wir haben diverse andere Ruecklagen.

  • Wir haben die Kreditrate auch so angesetzt, dass einer sie mit Abstrichen alleine tragen könnte. Dazu noch eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit Todesfallleistung und eine Unfallversicherung, die auch bei Schlaganfall und Zeckenbissen zahlt. Die privaten Renten zahlen auch im Todesfall was aus.


    Es gibt auch Kreditausfallversicherungen bei den Banken, die im Fall von Arbeitslosigkeit etc. zahlen. Das haben wir aber nicht.

  • Die Annahme Frau verdient wenig und bei Ausfall ist ja das Gehalt vom Mann da, ist falsch. Bei Ausfall der Frau muss die Kinderbetreung abgedeckt werden und zwar 24h am Tag. Dann ist nichts mehr mit Mann geht Vollzeit arbeiten.

  • Ich habe ja keine Familie, aber ab April auch einen Immobilienkredit.


    Meine Absicherung:

    - eine uralte Kapital-Lebensversicherung (mittlerweile auch als Altersvorsorge mit eingeplant). Dank Zinssteigerung aktuell wieder gute Prognose.

    - eine Rentenversicherung, die aber auch im Todesfall zahlt. Aktuell auch zunehmend bessere Prognose.

    - Berufsunfähigkeitsversicherung (Gruppentarif für Selbstständige in meinem Job) die höher ist als das, was ich aktuell im Monat an mich überweise.

    - Krankengeld-Zusatz (minimal; deckt eher lfd. Kosten der Selbstständigkeit ab. Würde aber bei Aufgabe der Selbstständigkeit auch ein Loch stopfen).

    - freiwillige Arbeitslosenversicherung (würde im Akutfall ein Jahr helfen).


    Mehr kann ich nicht tun/zahlen.


    Notfalls muss die Immobilie halt verkauft werden.

    Live the life you love. Love the life you live.

  • Berufsunfähigkeitsversicherung finde ich wichtig, ich hab eine, die als Rente ausgezahlt wird wenn ich sie nicht brauche.

    Und fürs Kind eine Risikolebensversicherung damit es abgesichert ist falls mir was passiert.

  • Wir hatten schon beim Eintritt ins Berufsleben kapitalbildende Lebensversicherungen abgeschlossen. Eigentlich als Baustein zur Vermögensbildung, aber die gegenseitige Risikoabsicherung - da wir uns gegenseitig natürlich als Bezugsberechtigte im Todesfall eingetragen haben - war damit direkt mit erledigt (und die 6% Zinsen, die es damals gab, waren das besondere Schmankerl). Insofern hatten wir eine Absicherung für den Notfall, die für unser damals bescheidenes Leben mehr als ausreichend war. Eine Berufsunfähigkeit haben wir nie abgesichert und ich würde jedem raten, das gut zu überlegen, ob man im ausgeübten Beruf ein echtes Risiko hat, berufsunfähig zu werden, ohne erwerbsunfähig zu werben.


    7 Jahre später haben wir dann gebaut. Wir haben dafür keine zusätzlichen Absicherungen vorgenommen. Natürlich hat sich über die kommenden Jahre der Schulden irgendwann herausgestellt, dass die abgesicherten Summen der Lebensversicherungen durch die Inflation nicht ausreichen würden. Das Risiko haben wir halt in Kauf genommen. Wir verdienten beide damals schon so viel, dass einer von uns allein in der Lage gewesen wäre, das Haus weiter zu tragen. Und da wir keine Kinder haben, war das finanzielle Risiko überschaubar.


    Heute ist unsere gegenseitige Absicherung das gemeinsame Vermögen. Die Lebensversicherungen sind schon alle ausgezahlt. Wir sind verheiratet, das Erbe regelt den Rest. Wenn einer von uns stirbt, kann der verbleibende Partner davon ohne Not leben.


    Ich würde heute zu Risiko-Lebensversicherungen raten, wenn man keine sonstige Absicherung hat und schnell was braucht. Die kosten nicht die Welt, und die Annahmehürden sind auch viel niedriger als bei der kapitalbildenden Lebensversicherung - zumindest wenn man keine Berufsunfähigkeit einschließen möchte. Wenn man eine Beziehung eingeht, die eine gemeinsame Lebensplanung zum Ziel hat, sollte man ohnehin sofort mit solchen Absicherungen beginnen, solange man jung und gesund ist. Mit 40 macht das kaum noch Sinn.

  • Ich würde heute zu Risiko-Lebensversicherungen raten, wenn man keine sonstige Absicherung hat und schnell was braucht. Die kosten nicht die Welt, und die Annahmehürden sind auch viel niedriger als bei der kapitalbildenden Lebensversicherung - zumindest wenn man keine Berufsunfähigkeit einschließen möchte. Wenn man eine Beziehung eingeht, die eine gemeinsame Lebensplanung zum Ziel hat, sollte man ohnehin sofort mit solchen Absicherungen beginnen, solange man jung und gesund ist. Mit 40 macht das kaum noch Sinn.

    Mich wundert immer, dass Laien bei vielem sagen: „..davon habe ich keine Ahnung!..“, aber bei Versicherungen sind alle Spezialisten!

    Das, von mir markierte ist einfach nur falsch, und eine Berifsunfähigkeitsversicherung kann man i.d.R. bei beiden einschließen oder auch nicht. Ohne BU sind bei Risiko-und Kapitalbildender Lebensversicherung die Gesundheitsfragen gleich. (Zumindest beim Marktführer in Deutschland). Es kann natürlich immer mal Sonderaktionen einzelner Anbieter geben, aber so pauschal stimmt das einfach nicht! Wieso auch? In beiden Fällen wird das gleiche Risiko versichert, der Tod!

  • Eine Berufsunfähigkeit haben wir nie abgesichert und ich würde jedem raten, das gut zu überlegen, ob man im ausgeübten Beruf ein echtes Risiko hat, berufsunfähig zu werden, ohne erwerbsunfähig zu werben.

    Ja. Schlaganfall, Krebs, ALS, FSME, LongCovid ... Die BU zahlt ja, wenn man länger als 6 Monate im aktuellen Beruf mehr als 50% ausfällt. Die gesetzliche Erwerbminderungsrente deckt das ja bei weitem nicht in der Höhe ab und zahlt nur bei Erwebsunfähigkeit.

  • Manche Versicherungen lohnen sich schon aber manche auch nicht. Ich baue nicht mehr so viel auf Versicherungen. Habe leider schon zu viel schlechte Erfahrung gemacht, dass die Versicherungen nicht gewillt waren im Schadensfall zu zahlen. Das war auch bei meiner BU so. Liest man auch immer wieder, dass Versicherungen bei Berufsunfähigkeit nicht immer zahlen. Bei Unfallversicherungen dasselbe. Die Unfallversicherung haben ich und mein Mann gekündigt. Die war auch unverhältnismäßig teuer und lohnt sich auch nicht so wirklich. Das muss aber jeder für sich entscheiden.

    Mein Mann und ich machen es eher so, dass wir viel in Fonds und ETFs stecken. Einen ETF habe ich schon über 20 Jahre laufen und da hat sich schon einiges angesammelt. Ich finde sowas sinnvoller, als den Versicherungen Geld in den Rachen zu werfen - und am Ende hat man nichts davon.

  • Rotkehlchen Dein Beitrag ist dann wohl beispielhaft für ein Klischee (oder auch Stammtischparole) „Versicherungen lohnen sich nicht, denn im Schadenfall zahlen die eh nicht!“ :smiley_emoticons_lol:

    Kann aber haöt auch einfach der persönliche Eindruck sein, weil man eben so seine Erfahrungen macht. Eine bestimmte Versicherung ist für mich zb für alle zeiten unten durch, egal ob Haushalt, Lebens- oder sonstwas versicherung. Die haben sich nach einem Unfall auf die Seite des Gegners gestellt obwohl alle Hinweise darauf hinzeigten dass derjenige Schuld war - einfach weil mein Schaden (Brüche, Operationen, Berufsausfall) deutlich höher war als der kaputte Seitenspiegel des Unfallgegners. Tja pech dass ich die selbe Versicherung hatte wie der ... ich musste vor Gericht.

    Und selbige Versicherung ist auch schon in einigen Fällen des Bürgeranwalts (Ö) aufgetaucht, weil sie invalide nicht ausbezahlen sondern drauf spekulieren dass diese vorher abkratzen.


    Wer eine Lebensversicherung hat - was zahlt ihr so im Jahr dafür?

  • Manche Versicherungen lohnen sich schon aber manche auch nicht. Ich baue nicht mehr so viel auf Versicherungen. Habe leider schon zu viel schlechte Erfahrung gemacht, dass die Versicherungen nicht gewillt waren im Schadensfall zu zahlen. Das war auch bei meiner BU so. Liest man auch immer wieder, dass Versicherungen bei Berufsunfähigkeit nicht immer zahlen. Bei Unfallversicherungen dasselbe. Die Unfallversicherung haben ich und mein Mann gekündigt. Die war auch unverhältnismäßig teuer und lohnt sich auch nicht so wirklich. Das muss aber jeder für sich entscheiden.

    Mein Mann und ich machen es eher so, dass wir viel in Fonds und ETFs stecken. Einen ETF habe ich schon über 20 Jahre laufen und da hat sich schon einiges angesammelt. Ich finde sowas sinnvoller, als den Versicherungen Geld in den Rachen zu werfen - und am Ende hat man nichts davon.

    Ja das stimmt, als Aktionär ist man manchmal deutlich besser dran als als Versicherungsnehmer beim selben Unternehmen.

  • Bei uns ist einer auf Lebenszeit verbeamtet, da muss eben echt viel passieren, damit man berufsunfähig wird. Und selbst wenn man dann einen Knacks weg hat, irgendwo Post sortieren wird dann wohl vom Dienstherren ermöglicht werden 🤷🏻‍♀️


    Aktien und ETF haben wir auch als Altersvorsorge.


    Wir haben bisher recht gute Erfahrung mit unseren Versicherungen gemacht. Im ersten Anlauf wurde meist 80 % ausgezahlt. Die restlichen 20 % folgten nach dem wir nachgefragt haben, warum der Schaden nur teilweise reguliert wurde 😅

  • Die gesetzliche Erwerbminderungsrente deckt das ja bei weitem nicht in der Höhe ab und zahlt nur bei Erwebsunfähigkeit.

    Die Erwerbsminderungsrente richtet sich nach den Einzahlungsjahren und man kann die Höhe nicht pauschal benennen. Und bei den von dir aufgeführten Krankheiten wie ALS, Schlaganfall, Krebs ist davon auszugehen, dass die volle Erwerbsunfähigkeit eintritt. Das sind keine klassischen Auslöser einer Berufsunfähigkeit, ohne gleichzeitig erwerbsunfähig zu werden (oder kennst du einen ALS-Patienten, der in der Lage ist, 3 Stunden am Tag zu arbeiten?).


    Auch die BUZ-Beträge sind nicht irre groß, denn kaum jemand schließt so hohe Summen ab, dass er im Falle einer Berufsunfähigkeit einen kompletten Lohnersatz bekommt. Das ist in den meisten Fällen nur eine Linderung der Problematik. Und um seine Leistungsanerkennung kämpfen muss man eventuell auch noch. Versicherungen zahlen ja nicht gerne, sofern sich ein Strohhalm ergibt, den Anspruch infrage zu stellen.

  • Neben den Versicherungen wäre auch wichtig, das Erbe zu regeln. Im gesetzlichen Güterstand erben die Kinder 50%, somit auch die Schulden. Der überlebende Ehepartner kann somit viele Dinge nicht mehr alleine entscheiden.

  • Bei uns ist einer auf Lebenszeit verbeamtet, da muss eben echt viel passieren, damit man berufsunfähig wird. Und selbst wenn man dann einen Knacks weg hat, irgendwo Post sortieren wird dann wohl vom Dienstherren ermöglicht werden 🤷🏻‍♀️

    Kommt drauf an. Ich bin gehobener Dienst. Laut Amtsarzt kann ich aber diese Tätigkeiten nicht mehr ausüben, mittlerer Dienst Tätigkeiten wären dagegen möglich gewesen. Ein gD darf aber nicht ausschließlich mD-Tätigkeiten machen. Also wurde ich dann dauerhaft Frühpensioniert und bekomme ( bei 10 Jahren Dienst, A 10) die Mindestversorgung.

    Autismus ist wie ein Farbrad, bei dem jede Farbe für einzelne Charakteristika steht. Jeder Autist hat seine individuellen "Farb"intensitäten.

    Google doch mal nach "Übersetzung: Das Spektrum verstehen".

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