Über Arbeit und Geld und arbeitendes Geld

  • Ich denke, es kommt auf jede einzelne Lebenssituation selbst an.


    Verstehen kann ich die unterschiedlichen Sichtweisen. Ich weiß aber auch, dass ein Tag nur 24-Stunden hat und dass man durch gängige Raster durchfallen kann, weil einfach nicht mehr möglich ist. Das kann in einigen Jahren wieder anders sein.

  • Deshalb sagte ich, du solltest dich mal mit der Thematik beschäftigen. Ich glaube, ein Hamster hat mehr Ahnung davon als du.

    Mann, ich hab nix davon, dir ans Bein zu pinkeln, aber überleg doch mal: es bist doch du, die mit 63 oder 70 ohne Zähne im Hals beim Amt steht, und um Unterstützung bittet.

    Dafür braucht man nicht unbedingt in einen Aktienfonds zu investieren, es genügt eine einfache Zahn-Zusatzversicherung.

    Ich will hier keine Werbung machen, aber so eine Versicherung würde ich wirklich jedem empfehlen, der über 40 ist, und nur wenig Ersparnisse hat.

    Und solche Angebote gibt's auch schon ab 10-15 Euro monatlich, das war für mich auch damals zu stemmen, als ich noch unterm Existenzminimum verdient, und deshalb Wohngeld bekommen habe.


    Bei Aktienanteilen ist es ja das Problem, daß man nicht genug Einfluss darauf hat, welche Aktien gekauft, und wo investiert wird, oder sehe ich das falsch?

    Ich erinnere mich jedenfalls an Rentenfonds in den USA und Kanada, wo die Fondsmanager das Geld ihrer Anleger zum Teil in irgendwelche windigen Scheingeschäfte oder dubiose Kryptowährungen gesteckt haben.

    Das ist vielleicht nicht die Regel, aber kommt doch immer mal wieder vor.

    Auch Banken haben schon Kundengelder in dubiose Geschäfte und Fonds gesteckt, aber da ist man als Anleger rechtlich geschützt, und bekommt das Geld zurück.

    Zur Not hilft dann auch der Staat aus der Patsche, wenn sich Bänker mal wieder mit irgendwelchen komischen Geschäften verzockt haben.

    Bei Aktienfonds ist das nicht unbedingt so, wenn man Pech hat, ist das Geld halt weg...


    P.S. MrWinterbottom du kannst mich gern korrigieren, wenn ich falsch liege, du kennst dich mit diesem Thema wahrscheinlich besser aus als ich...

  • Die meisten Haushalte verdienen ausreichend, um Rücklagen am Kapitalmarkt zu bilden und können das Risiko auch justieren. Aber die wenigsten nutzen ihre Chance, zu investieren, weil sie sich damit nicht beschäftigen wollen. Dazu kommt, dass der Kapitalmarkt oft ungerechterweise mit Kapitalismus gleichgesetzt wird. Und das ist es nicht. Ohne dynamischen Kapitalmarkt kein Kreditwesen und damit keine Investitionen und damit gebremste Wirtschaft.


    Wer keine Lust darauf hat, wird ja nicht gezwungen und soll es lassen. Aber dann bitte nicht jammern, dass die böse Inflation das Ersparte sowieso wieder auffrisst. Dabei waren die Tugenden Sparen, Investieren, Anlegen die drei Säulen, auf denen es der Mittelstand der Nachkriegsgeneration zu Wohlstand gebracht hat. Da backt man halt in seinen Berufsanfängen bis in die 30er etwas kleinere Brötchen, aber hat dafür später ein gutes Auskommen.

  • Ich spare seit 25 Jahren monatlich 50 Euro in einem Fonds-Sparplan. Konnte ich aber nur beibehalten, weil meine Eltern mir in schlechten Zeiten ausgeholfen haben. Und Reichtümer habe ich bislang damit auch nicht erwirtschaftet, zweimal eine geplatzte Börsenblase mitgemacht, wo dann zweiweise nur halb so viel Wert drin war, wie ich eingezahlt hatte. Mal sehen, was in 11 Jahren bei rauskommt, so lange läuft das noch. Leider komplett ohne Sicherheitsnetz und alles.

  • Ich spare auch monatlich in einen Aktienfond, der thesaurierend ist, und habe auch Einzelaktien. Dafür muss man sich schon ein bisschen mit der Materie beschäftigen und man sollte das Geld auch nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt dringend benötigen.

  • nachtsinhamburg Meine Situation ist nicht ungewöhnlich für Alleinerziehende. Ich hab nicht lange studiert, für zwei Kinder im Studium. Aber Kinderbetreuung und Höchstleistung im Job sind schwer vereinbar. Wenn Überstunden vorausgesetzt werden, umziehen dazu gehört und und und, dann geht das kit Kindern nicht einfach so.

    Ich bin bzw. war ja auch Akademikerin mit einem Abschluss auf Masterniveau, und ich habe keine Kinder, und ich habe im Anschluss an eine mehrjährige akademische Tätigkeit, die auf meinem Studium basierte, noch eine Ausbildung auf einem niedrigeren Qualifikationsniveau gemacht, um überhaupt die Chance auf ein Auskommen zu haben, von dem ich dauerhaft leben und sparen kann. Auch bei mir hätte eine Arbeit in dem. Was ich studiert habe, dauerhaftes Herumreisen, (unentgeltliches) Arbeiten an Feiertagen und Wochenenden und befristete Verträge bedeutet. Und hätten meine Eltern mich nicht unterstützt, obwohl sie rechtlich nicht verpflichtet waren, wäre mir eine weitere Ausbildung nicht möglich gewesen, und ich würde vermutlich heute auch zum Mindestlohn arbeiten (müssen). Rückblickend war mein Studium damals eine Fehlentscheidung, aber hinterher ist man ja immer schlauer.

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