Initiativbewerbungen

  • Comran, du bist in der it, oder? Magst mir per pn schreiben wer so viele Stellen offen hat 🙈😅.


    Ich habe mit Initiativbewerbungen eigentlich schon gute Erfahrungen gemacht. ABER viele Firmen, die für mich interessant sind, haben einfach auch einen Posten „initiativbewerbung“ in ihrem Stellenportal stehen. Ich nutze das gerne und zwar nicht, weil ich zu faul bin, alle Stellen zu lesen, sondern weil ich so breit aufgestellt bin und mir einfach vieles vorstellen kann. Mir ist die eigentliche Aufgabe (also zB Test, Programmierung, Tech-lead oä) gar nicht so wichtig. Ich suche aber auch nicht DIE EINE Stelle sondern DAS EINE Unternehmen bei dem ich mir eine langfristige AN-AG-Beziehung vorstellen kann (und die natürlich mit mir).


    Wenn da steht, dass sie sich auch über eine Kontaktaufnahme freuen wenn nichts passendes ausgeschrieben ist: tu es. Egal ob es eine Floskel ist oder nicht. Interessiert dich das Unternehmen und schreiben sie nicht explizit, dass sie es nicht wollen..tu es. Im schlechtesten Fall hast du eine Bewerbung geschrieben und eine Absage erhalten… nicht mehr und nicht weniger.

  • das sind schlecht bezahlte Jobs, gerade als Quereinsteiger:in.

    Ja ich weiß, aber jetzt habe ich auch einen schlecht bezahlten Job.

    Im schlechtesten Fall hast du eine Bewerbung geschrieben und eine Absage erhalten… nicht mehr und nicht weniger.

    Hmm, meistens erhält man ja nicht mal eine Absage. Ich habe eigentlich nicht so Lust sinnlos meinen Lebenslauf von mir preis zu geben.

  • Naja, dann lass es 😅. Dir wird absolut niemand außer der personaler der Firma x oä sagen können ob zB die Infos, dass initiativbewerbungen erwünscht sind, eine Floskel ist oder nicht.

    Da hilft dann nur vorher anzurufen. Firma y könnte es nämlich im Gegensatz zu x ernst meinen.

  • Bei Initiativbewerbungen kommt es wohl auf die Branche an bzw darauf, wie das Verhältnis AG/AN allgemein auf dem Markt ist.


    Ich hab 3 Initiativbewerbungen geschrieben, hatte dabei 2 Vorstellungsgespräche und 2 Zusagen.


    Hätte ich das in dem Job, zu dem ich mich habe umschulen lassen, auch so gemacht (also Initiativbewerbungen geschrieben), dann würde ich wohl heute noch munter tippseln. :D:(:

    Wenn dir das Wasser bis zum Hals steht, lass den Kopf nicht hängen.

    • New

    Also mein Gedanke ist, mich Initiativ zu bewerben. Wenn zum Beispiel so etwas auf der Homepage steht, wie: "Wenn sie sich vorstellen könnten in diesem Bereich zu arbeiten, würden wir uns sehr über ihre Bewerbung freuen." Sozialbranche

    Und ich frage mich halt, sind das Floskeln oder ist das ernst gemeint?

    Das ist für mich keine "Initiativbewerbung". Wenn dich das Unternehmen interessiert, dann bewirb dich doch. Ich würde so eine Formulierung ernst nehmen, und wenn sie dir nicht antworten, hast du es wenigstens versucht. Bei so einer Formulierung auf der Homepage fände ich eine Reaktion auch notwendig, selbst wenn sie gerade keine Verwendung für dich haben. Ansonsten würde ich auf Initiativbewerbungen nur reagieren, wenn ich mir vorstellen könnte, den Bewerber ein anderes Mal einzuladen, wenn auch wirklich eine Stelle frei ist.


    Vorher anrufen finde ich auch eine ganz gute Idee.

  • Comran, du bist in der it, oder? Magst mir per pn schreiben wer so viele Stellen offen hat 🙈😅.

    Ich werde nie etwas Näheres über meinen Arbeitgeber oder sonstige private Details hier verraten. Es ist ein bundesweiter Konzern, der seine IT-Zentrale am Mittelrhein hat. Wir stellen regional ein, da es trotz Homeoffice gewünscht ist, regelmäßige Bürotage oder Projektveranstaltungen und Workshops in Präsenz zu haben. Wenn du also nicht in dieser Region lebst, ist es nichts für dich. Wenn du in der Region lebst und etwas in der IT suchst, findest du auf Linked-In und get-in-it.de den Großteil unserer IT-Stellenangebote.

  • das sind schlecht bezahlte Jobs, gerade als Quereinsteiger:in.

    Ja ich weiß, aber jetzt habe ich auch einen schlecht bezahlten Job.

    Im schlechtesten Fall hast du eine Bewerbung geschrieben und eine Absage erhalten… nicht mehr und nicht weniger.

    Hmm, meistens erhält man ja nicht mal eine Absage. Ich habe eigentlich nicht so Lust sinnlos meinen Lebenslauf von mir preis zu geben.

    Ich wäre auch dafür mal anzurufen oder alternativ eine Kurzbewerbung zu schicken.

    Ich habe schon Stellenausschreibungen für den sozialen Bereich gelesen, da waren "keine besonderen Vorkenntnisse erforderlich". Vielleicht haben die gar kein Interesse an einer vollständigen Bewerbung.

  • Ich habe schon Stellenausschreibungen für den sozialen Bereich gelesen, da waren "keine besonderen Vorkenntnisse erforderlich". Vielleicht haben die gar kein Interesse an einer vollständigen Bewerbung.

    Ich habe jede Menge Vorkenntnisse, nur keinen staatlichen Abschluss als Sozialarbeiterin oder Erzieherin, dafür jede Menge Zertifikate und Erfahrungen. Das nur mal zur Klarstellung. :winking_face:

  • Ich habe schon Stellenausschreibungen für den sozialen Bereich gelesen, da waren "keine besonderen Vorkenntnisse erforderlich". Vielleicht haben die gar kein Interesse an einer vollständigen Bewerbung.

    Ich habe jede Menge Vorkenntnisse, nur keinen staatlichen Abschluss als Sozialarbeiterin oder Erzieherin, dafür jede Menge Zertifikate und Erfahrungen. Das nur mal zur Klarstellung. :winking_face:

    Exakt so geht es mir auch.

    Als ich mich letztes Jahr umbewerben wollte habe ich dann angesichts meiner Erfarungen und Zertifikate/Fortbildungen dann die Rückmeldung bekommen, dass ich auch ohne staatlich anerkannter Erzieher zu sein von allen Firmen als qualifizierte Fachkraft eingestuft würde.


    Einfach weil es lächerlich ist (gerade wenn ich einschlägige spezielle Fortbildungen und Seminare besucht habe für in meinem Bereich Gold wert sind und mit großer Erfahrungen im Bereich emotionale Besonderheiten und Autismus, die aber die meisten Erzieher schlicht nicht haben) ausgerechnet dann diejenigen mit mehr Erfahrung und Fortbildung in diesem Bereich dann als „Laie“ einzusortieren während die frischgebackene Erzieherin, die in ihrer Ausbildung vielleicht mal was von Autismus gelesen hat und dann eventuell ein Kind mit Autismus praktisch erlebt - dann als „Fachkraft“ gilt.


    Ich finde den immer wieder bejammerten „Fachkräftemangel“ ausgesprochen selbgebastelt. Solange man in Deutschland immer noch viel Zuviel Papiergläubigkeit an den Tag legt.


    Und dann zB im Ausland ausgebildete sehr erfahrene Lehrer hier als Verkäufer jobben weil „es fehlen Papiere“.


    Tja. Eigene Doofheit. Und zu viel Einbildung in die Qualität hiesiger Ausbildung/Studien.

    Das Gestern ist fort, das Morgen nicht da. Lebe also heute!


    Pythagoras von Samos

  • Einfach weil es lächerlich ist (gerade wenn ich einschlägige spezielle Fortbildungen und Seminare besucht habe für in meinem Bereich Gold wert sind und mit großer Erfahrungen im Bereich emotionale Besonderheiten und Autismus, die aber die meisten Erzieher schlicht nicht haben) ausgerechnet dann diejenigen mit mehr Erfahrung und Fortbildung in diesem Bereich dann als „Laie“ einzusortieren während die frischgebackene Erzieherin, die in ihrer Ausbildung vielleicht mal was von Autismus gelesen hat und dann eventuell ein Kind mit Autismus praktisch erlebt - dann als „Fachkraft“ gilt.

    Genau das hat mich allerdings über "keine besonderen Vorkenntnisse erforderlich" stolpern lassen. Wie kann man jemand ohne Vorkenntnisse auf unterstützungsbedürftige Menschen loslassen? Ja, das Papier garantiert nicht, dass derjenige etwas in der Praxis auch kann. Aber ganz ohne, weiß vorher eben auch keiner, ob das funktionieren könnte.

  • Einfach weil es lächerlich ist (gerade wenn ich einschlägige spezielle Fortbildungen und Seminare besucht habe für in meinem Bereich Gold wert sind und mit großer Erfahrungen im Bereich emotionale Besonderheiten und Autismus, die aber die meisten Erzieher schlicht nicht haben) ausgerechnet dann diejenigen mit mehr Erfahrung und Fortbildung in diesem Bereich dann als „Laie“ einzusortieren während die frischgebackene Erzieherin, die in ihrer Ausbildung vielleicht mal was von Autismus gelesen hat und dann eventuell ein Kind mit Autismus praktisch erlebt - dann als „Fachkraft“ gilt.

    Genau das hat mich allerdings über "keine besonderen Vorkenntnisse erforderlich" stolpern lassen. Wie kann man jemand ohne Vorkenntnisse auf unterstützungsbedürftige Menschen loslassen? Ja, das Papier garantiert nicht, dass derjenige etwas in der Praxis auch kann. Aber ganz ohne, weiß vorher eben auch keiner, ob das funktionieren könnte.

    Ganz oft sind es in dem Bereich dann ehemalige Ehrenamtler, oder auch Eltern.


    Ich frage mich oft, was für Unternehmen denn eigentlich „keine besonderen Vorkenntnisse „ sind.


    Oft ist es nur eine Verklausulierung von „wenn du kein staatliches Papier hast, auf dem steht dass du bestimmte Prüfungen absolviert hast“


    Ich wäre mir gerade in meinem Berufsfeld bei jemanden mit zwanzig Jahren einschlägiger Berufserfahrung ohne staatlichen Abschluss deutlich sicherer, dass der etwas kann, als bei einem Erzieher der frisch fertig ist oder bisher nur Erfahrungen in einer Kita hatte die nicht besonders inklusiv aufgestellt ist.


    (Aber ja, wenn derjenige ohne Ausbildung dann die ganze Zeit nur zwei Kinder betreut hat, kann derjenige auch ohne wirkliche Erfahrung dastehen. Aber das gibt es kaum. Meist sammelt man sehr viele unterschiedliche Erfahrungen auch durch Vertretungseinsätze, unterschiedliche Schulen und Kitas, in Familien - das dann als „ohne besondere Vorkenntnisse“ zu bezeichnen ist echt heftig)


    Und es diskreditiert auch die Fähigkeit von Menschen die zwar keine praktisch „belegten“ Fähigkeiten mitbringen, bei denen aber schon nach einigen Tagen Probearbeit an der Seite eines sehr erfahrenen Kollegen klar ist: der hat einfach die richtigen Instinkte, macht unwillkürlich das Richtige, lernt schnell. So lief es bei mir: ich bin „mitgelaufen“ und nur weil es so richtig gut lief durfte ich dann ein Kind übernehmen.


    Ich halte einfach von dieser Papier-Vorauswahl weniger als von Beobachtung in der Praxis.

    Das Gestern ist fort, das Morgen nicht da. Lebe also heute!


    Pythagoras von Samos

    Edited once, last by Mozartfan ().

  • Aber dann ist es doch keine Initiativbewerbung, oder?

    Je nach Definition.

    Er bewirbt sich dann wohl in der Form "Hallo, ich kann xy und denke, dass eure Firma von mir profitieren könnte" und dann kann die Firma schauen wo er am besten reinpasst.


    Ist mir lieber als wenn wir zwei verschiedene Positionen ausgeschrieben haben und sich jemand auf die "falsche" Stelle (oder noch schlimmer: auf beide einzeln) bewirbt.


    Grundsätzlich könnte man bei uns aber auch mit einer "richtigen" Initiativbewerbung Erfolg haben. Wenn's halt ne wirkliche Top Bewerbung ist wird's schon Wege geben die Person einzustellen. Oder wenn wir "gut ausgelastet" sind und neue Projektmöglichkeiten schon auf dem Tisch haben und absagen müssen (was häufig der Fall ist).

  • Einfach weil es lächerlich ist (gerade wenn ich einschlägige spezielle Fortbildungen und Seminare besucht habe für in meinem Bereich Gold wert sind und mit großer Erfahrungen im Bereich emotionale Besonderheiten und Autismus, die aber die meisten Erzieher schlicht nicht haben) ausgerechnet dann diejenigen mit mehr Erfahrung und Fortbildung in diesem Bereich dann als „Laie“ einzusortieren während die frischgebackene Erzieherin, die in ihrer Ausbildung vielleicht mal was von Autismus gelesen hat und dann eventuell ein Kind mit Autismus praktisch erlebt - dann als „Fachkraft“ gilt.

    Genau das hat mich allerdings über "keine besonderen Vorkenntnisse erforderlich" stolpern lassen. Wie kann man jemand ohne Vorkenntnisse auf unterstützungsbedürftige Menschen loslassen? Ja, das Papier garantiert nicht, dass derjenige etwas in der Praxis auch kann. Aber ganz ohne, weiß vorher eben auch keiner, ob das funktionieren könnte.

    Vielleicht bekommen die dann erstmal eine Pflichtschulung aufgedrückt. Oder nen Ranghöheren Kollegen immer mit dabei.

  • Einfach weil es lächerlich ist (gerade wenn ich einschlägige spezielle Fortbildungen und Seminare besucht habe für in meinem Bereich Gold wert sind und mit großer Erfahrungen im Bereich emotionale Besonderheiten und Autismus, die aber die meisten Erzieher schlicht nicht haben) ausgerechnet dann diejenigen mit mehr Erfahrung und Fortbildung in diesem Bereich dann als „Laie“ einzusortieren während die frischgebackene Erzieherin, die in ihrer Ausbildung vielleicht mal was von Autismus gelesen hat und dann eventuell ein Kind mit Autismus praktisch erlebt - dann als „Fachkraft“ gilt.

    Genau das hat mich allerdings über "keine besonderen Vorkenntnisse erforderlich" stolpern lassen. Wie kann man jemand ohne Vorkenntnisse auf unterstützungsbedürftige Menschen loslassen? Ja, das Papier garantiert nicht, dass derjenige etwas in der Praxis auch kann. Aber ganz ohne, weiß vorher eben auch keiner, ob das funktionieren könnte.

    Vielleicht bekommen die dann erstmal eine Pflichtschulung aufgedrückt. Oder nen Ranghöheren Kollegen immer mit dabei.

    Ja. So ähnlich ist es. Wobei alle diese Schulungen machen müssen. Einfach weil die Erfahrung zeigt, dass ein „geprüfter“ Erzieher oder auch der Sozialpädagoge eben leider ziemlich oft dann doch nicht *so* viel mehr mitbringt was rein praktisches Wissen betrifft.


    Da wird zumindest bei unserem Träger, der sich auf Autismus spezialisiert hat, nicht speziell auf die Papiere geguckt sondern eher auf das was dann als Rückmeldung von erfahreneren Kollegen kommt.


    Da sind dann diejenigen die sich einfach überschätzen (sorry) ganz schnell draußen. Auch die mit staatlichen Abschlüssen.

    Das Gestern ist fort, das Morgen nicht da. Lebe also heute!


    Pythagoras von Samos

  • Ich halte einfach von dieser Papier-Vorauswahl weniger als von Beobachtung in der Praxis.

    gilt das für dich für alle Berufe oder nur für deinen?

    Für mich ist schon wichtig, dass ein Arzt zu dem ich gehe, ein Studium und die entsprechenden Praxiseinsätze gemacht hat, dass mein Elektriker gelernt hat, wie er etwas korrekt verkabelt usw

  • Genau das hat mich allerdings über "keine besonderen Vorkenntnisse erforderlich" stolpern lassen. Wie kann man jemand ohne Vorkenntnisse auf unterstützungsbedürftige Menschen loslassen?

    in der Altenpflege leider aktuell die einzige Möglichkeit überhaupt Personal zu bekommen. Mindestlohn 15,50 plus Zulagen für Wochenenden, Feiertage, Nachtarbeit... das ist zwar immer noch wenig, aber für jemand "ohne besondere Vorkenntnisse" oder eben ungelernt nicht so schlecht

  • Ich musste mir erst mal die ersten paar Kommentare durchlesen, bis mir ein Licht aufgegangen ist, was eine Initiativbewerbung ist 😅 Wenn es so auf der Website steht, wird es schon ernst gemeint sein. Ansonsten würde sich die Firma damit nur unnötig Arbeit machen, das halte ich jetzt nicht für sehr wahrscheinlich.


    Ich denke, es kommt auch auf die grösse der Firma an. Und darauf, ob du sofort eine neue Stelle suchst oder nicht. Grössere Firmen und Firmen, die regelmäßig Leute suchen, schauen sich - wenn dann eine Stelle frei wird - vielleicht schon mal an, wer sich in letzter Zeit beworben hat. Und da kann es auch gut sein, dass zwar gerade nichts ausgeschrieben ist, aber in ein paar Wochen etwas frei wird. Oft gibt es in der Konstellation auch ein HR, welches ab und zu mal durch die "Datenbank" schaut.

    Bei Firmen, die wenig Stellen haben und vielleicht 2x pro Jahr jemanden suchen, würde ich es eher nicht versuchen. Da hat man die spontane Bewerbung längst vergessen, wenn wieder etwas frei wird. Und man geht nach längerer Zeit auch eher nicht davon aus, dass der Bewerber noch zu haben ist.

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