Posts from Dr. Faustus in thread „Aktivismus - Wahn oder Sinn?“

    Reifenstechen ist für mich Sachbeschädigung und deswegen ein höheres Kriminalitäs-Level.

    Auch wenn das Thema schon abgehakt ist, wollte ich das so nicht stehenlassen. Dass die Reifen zerstochen werden, wurde von Hyperion hinzugedichtet. In dem Artikel (und selbst in dem zitierten Text) wird ausführlich erklärt, dass und wie die Luft "nur" abgelassen wird. Sachbeschädigung ist es oft trotzdem, hängt aber davon ab, ob tatsächlich etwas beschädigt wurde (Felge, Reifen) und wie schnell der Ursprungszustand wiederhergestellt werden kann.


    Disclaimer: Nein, ich unterstütze diese Aktion in keinster Weise.

    Wie berichtet, war ich schon im vorigen Jahr "Opfer" der Luftablasser.

    Sie haben nichts zerstochen und einen Zettel hinter den Scheibenwischer gesteckt, dass man nicht losfahren soll.

    Der "Schaden" war mit Luft aufpumpen behoben.

    Anzeige habe ich natürlich nicht erstattet.

    Anja Windl sitzt jetzt im Knast. Was für ein Witz. Man wil die Bewegung mit aller Kraft kriminalsieren. Dazu ist offenbar jedes Mittel recht.

    https://www.vol.at/u-haft-fur-…indl-wird-gepruft/8424931

    Enthaftet worden. Sehr gut. Manche Gerichte urteilen ja doch noch unabhängig von der Politik.

    Nelson Mandela war 25 Jahre als Terrorist eingesperrt, die längste Zeit davon mit Billigung der politisch Verantwortlichen in diesem Lande.

    Wer ein Terrorist ist und wer nicht, entscheidet am Ende die Geschichte.

    Liegt wohl daran, daß diese Themen bei den marxistischen Theoretikern des früheren 20. und des 19. Jahrhunderts noch nicht vorkamen.

    »Schmeicheln wir uns indes nicht zu sehr mit unsern menschlichen Siegen über die Natur. Für jeden solchen Sieg rächt sie sich an uns. Jeder hat in erster Linie zwar die Folgen, auf die wir gerechnet, aber in zweiter und dritter Linie hat er ganz andre, unvorhergesehene Wirkungen, die nur zu oft jene ersten Folgen wieder aufheben.« Friedrich Engels in "Dialektik der Natur"


    Woran man erkennen kann, dass du die marxistischen Theoretiker höchstens vom Hörensagen kennst... :winking_face:

    Ich wundere mich immer, wie kühn hier Klimaschützer und Linke synonym verwendet werden. Das kann so sein, muss aber nicht.

    Ich kenne jede Menge Klimaschützer, die eher konservativ drauf sind, Arnold Schwarzenegger z.B.

    Und Gott sei Dank möchte man sagen, sonst wäre ja Klimaschutz ein Anliegen von Minderheiten.

    Natürlich werden die Menschen aussterben. Spätestens wenn die Sonne in 5 Milliarden Jahren ihren Brennstoff verbraucht hat. Und bis dahin kann noch viel anderer Scheiß passieren.


    Also um zum "Fakt" zu kommen: Ja, wir sterben aus. Wann und warum ist unklar, aber wir sterben aus.

    Ja sicher, aber das war ja nicht der Kontext.

    Dass die Erde in 5 Mrd Jahren von der Supernova unserer Sonne verschluckt wird, bedeutet ja nicht, dass wir deshalb nicht bis 2035 klimaneutral werden sollten. Da ist schon noch ein bisschen Zeit dazwischen...

    Das die Menschen aussterben werden ist ja kein Fakt, dass sehen Wissenschaftler unterschiedlich.

    Das ist seine persönliche Meinung, die er nach meinem Empfinden zu sehr im Prozess rüberbringt.

    Zumal eine Meinung, die durch keinerlei wissenschaftliche Fakten gestützt wird, halt so ein Bauchgefühl.

    Wenn es je einer Spezies möglich war, sich gegen das eigene Aussterben zu stemmen, dann ist es Homo sapiens.

    Die Dinosaurier waren nicht in der Lage, den Meteoriteneinschlag abzuwehren, wir sind es (wahrscheinlich) schon...

    Darüber hinaus wächst die Anzahl der Menschen und wächst und wächst. Das wird gemeinhin hin nicht als Hinweis auf baldiges Aussterben gedeutet.

    Natürlich ist die Anzahl genauso ein Problem! Die Welt hat nur begrenzt Platz und Ressourcen - und neben uns Menschen muss es ja auch noch genug Raum für Natur und Tiere geben.

    Ja sicher. Aber von dieser physischen Sättigung des Planeten sind wir ein ganzes Stück entfernt.

    Nirgends auf der Welt geht es den Menschen besser als im dicht besiedelten Europa.

    Sie wollen es nicht und sie brauchen es nicht, und das wird undifferenziert auf die restliche Gesellschaft übertragen.

    Eine steile These.

    Ich kenne allerdings eine Menge Leute, die ganz bewusst Verzicht üben.

    Dass man sich dann damit einrichten kann und kein Grund zur Selbstentleibung besteht, ist ja der optimistische Funken Hoffnung in dieser ganzen Geschichte.

    Darum finde ich, es sollte kein Tabuthema sein, darüber nachzudenken, wie man die Bevölkerungsexplosion bremsen kann.

    Die Bevölkerungsexplosion ist längst gebremst. Der Anstieg verlangsamt sich bereits deutlich, nach dem Maximum in den 2060er Jahren wird die Bevölkerungszahl wieder sinken.

    Und ja, das Problem ist nicht die große Zahl der Menschen, sondern der Lebensstil der wenigen Reichen (im globalen Maßstab). Hier sollte man ansetzen.


    Weltbevölkerung: Mehr als 8 Milliarden Menschen auf der Erde | BR.de
    Die Marke von 8 Milliarden Menschen ist geknackt. Und es werden jede Sekunde mehr. Doch das Wachstum der Weltbevölkerung verlangsamt sich.
    www.ardalpha.de

    Das ist nicht falsch.

    Ist es doch.

    Der Artikel hebt auf das Entweichen von Methan beim Fracking und auf Lecks ab. Das sind technische Probleme, die mit entsprechendem Willen lösbar sind.

    Wovon ich rede ist, dass bei der Gewinnung von einer kWh Energie aus Erdgas ca. 200 g und bei Kohle ca. 800 g CO2 entstehen, das Vierfache!

    Tja, und die Lecks beim Erdgastransport muss man halt abdichten. Beim Einstieg in die Wasserstoffwirtschaft wird ein wesentlich größerer Aufwand zur Abdichtung der Leitungen auf uns zukommen.

    GasExit Aktionswochenende 27./28.08. Berlin

    Zitat aus deinem Link:

    "Dabei ist Erdgas genauso klimaschädlich wie Kohle"

    Das ist falsch. Bei Kohle erfolgt die Energiegewinnung durch die Reaktion von Kohlenstoff mit Sauerstoff zu CO2.

    Bei Erdgas reagiert neben dem Kohlenstoff im Methan auch Wasserstoff zu Wasser. Und das ist in diesen Mengen nicht klimarelevant.