Posts from Jakob in thread „Küchengeflüster“

    Kann ich so aus meiner Erfahrung nicht bestätige. Ich kann Wochen ohne Fleisch leben, aber dann MUSS ich plötzlich ein Chili oder eine Bolognese oder Frikadellen haben. Und zwar mit Rind. Dann ist es aber auch wieder für einige Wochen okay ohne.

    Ah, okay. Also gerade bei so Mischmasch-Gerichten habe ich das überhaupt nicht. Mir ist es dabei total "Blunzn", was in die Bolo kommt. Wenn es gut gewürzt ist und schmeckt, bin ich glücklich und umso mehr, wenn mir da kein Fleisch fehlt. Jieper habe/hatte ich eher immer auf Steak, Spareribs, Stelze usw.


    Weil du schreibst "MUSST", ist es bei dir reiner Gusto oder wirklich das Gefühl von körperlichen Bedarf? Persönlich finde ich es nicht schlimm, dann eben Fleisch zu essen, aber wenn es nicht unbedingt sein oder gewollt ist, könnte man auch mal die Blutwerte checken lassen und schauen ob vielleicht irgendein Mangel besteht. Einfach um zu wissen, ob das Verlangen was körperliches ist und man z.B. Eisen substituieren könnte.

    Interessante Selbstbeobachtung (also für mich zumindest :grinning_squinting_face: ) ich bin gerade Strohwitwer und wenn die veganen/vegetarischen Familienmitglieder nicht da sind, bietet sich das immer besonders gut dafür an, mir Fleischgerichte zu kochen. (Könnte ich natürlich auch in ihrer Anwesenheit, aber bin meist doch zu faul mir eine "Extrawurst" zu braten oder doppelt zu kochen)


    Fazit nach einer Woche: ich hatte kein einziges Mal Appetit auf Fleisch und hätte mich quasi dazu zwingen müssen, die Gunst der Stunde zu nutzen. Also gab es eben bisher kein Fleisch und ich habe nichts vermisst. Finde ich spannend, dass man anscheinend auch aus reiner Gewohnheit im Alltag zum Vegetarismus/Veganismus kommen kann, ohne bewusste Entscheidung.

    In den letzten Jahren bekam ich schon ab und zu mal einen Jieper und freute mich dann auf ein bestimmtes Gericht mit Fleisch, aber das ist immer seltener der Fall. Denke, dass das vor allem den zum Teil wirklich immer besser werdenden Ersatzprodukten zu verdanken ist und das Fleisch in so einigen Gerichten einfach nicht mehr nötig ist. Bolognese, Lasagne oder Chili fallen mir da zum Beispiel ein.


    Ansonsten ist der Mensch am Ende doch ein Gewohnheitstier. Was mich zur Frage führt, inwieweit Politik und Wirtschaft doch Einfluss nehmen könnten in dem man die Preisgestaltung von tierischen vs. pflanzlichen Produkten reguliert und Massentierhaltung rechtlich zumindest einschränkt bzw. generell versucht von einer Massenproduktion zu kommen? :thinking_face:

    Bechamel kann ich mir gar nicht so gut vorstellen, weil die nicht weiter andickt. Und auch sonst sträube ich mich gegen den Gedanken, Bechamel auf eine Pizza zu geben. Aber lass dich bitte nicht aufhalten und berichte!

    Ist ja alles Geschmacksache, aber mir geht es genauso. Bechamel, Hollandaise, Käsesauce klingen für mich eher gruselig und ich kann mir gar nicht vorstellen, wie sich diese Saucen im Backofen entwickeln und mit dem Teig verbinden. :thinking_face:


    Pizza Bianche, wie ich sie gerne in Italien und im authentisch-italienischen Pizza-Lokal esse, wird mit Ricotta (Rosmarin, und Bratkartoffeln :smiling_face_with_heart_eyes: ) gemacht. Das habe ich mittlerweile selbst übernommen, wenn ich Pizza zu Hause mache. Im Notfall könnte ich es mir auch noch mit Creme Fraiche vorstellen. Topfen dann schon wieder weniger. Creme Fraiche könnte man mit der veganen Crema Vega ersetzen. Für Ricotta weiß ich keine Alternative, nicht mal eine schlechte. Ist einfach schon sehr spezifisch. Daher würde ich, wenn es auch Probleme mit tierischen Milchprodukten gibt, am ehesten zu Crema Vega (oder ähnlichem) greifen.

    Die Truppe, mit der meine Tochter feiert, hat sich in den letzten Jahren über das gemeinsame Interesse und Engagement für den Tier- und Klimaschutz gefunden. Da ist die gleiche Ernährungsform eine naheliegende Gemeinsamkeit.

    Echt? In 'ner Gruppe Teenager? Erstaunlich.

    Gar nicht erstaunlich. In dem Alter spielt "peer pressure" ne große Rolle. Der Leithammel macht's und alle machen's nach.

    Wow, jetzt wird's irgendwas zwischen tief und lächerlich. :face_with_tears_of_joy: Diese gestörten, zwanghaften und ungefragten Eigeninterpretationen mancher User hier sind manchmal echt nervig, aber vor allem sehr aussagekräftig was euch selbst betrifft. Naja, wenn ihr's braucht...

    Ganz schön aufwendig für ein paar Jugendliche, die vermutlich nicht SO den Kopf für essen frei haben werden, oder? Zumindest war es bei uns in dem Alter so, da war alles andere wichtiger als Riesenbuffets. Klingt aber sehr lecker :smiling_face:

    Ich mag ja Beiträge dieser Art immer besonders gern. :smiling_face_with_hearts: Frag nach empfehlenswerten Outdoor-Schlafsäcken für Temperaturen unter 10°C und man bekommt zur Antwort, ganz schon ungemütlich, warum extra Ausrüstung dafür kaufen und nicht lieber ein günstiges Zimmer buchen, denn als ich im Oktober 2005 mal im Zelt übernachtet habe, war das richtig unentspannt. :D:(:


    Wofür diesen Jugendlichen der Kopf steht und ob es den Aufwand wert ist, kann ich schon selbst gut einschätzen, danke. Das Teenagerkind hatte jetzt mehrere Jahre, glaub vier oder fünf, gar keine Geburtstagsfeier und so sind wir gern bereit, dieses Mal ein wenig mehr Aufwand zu betreiben.

    …dann erzähl bloß nichts Falsches über Märchen, dann stehst Du schneller mit den Rücken an der Wand, als Du „Rumpelstilzchen“ sagen kannst. :grinning_squinting_face:

    Versteh ich nicht. :thinking_face:

    Ganz schön aufwendig für ein paar Jugendliche, die vermutlich nicht SO den Kopf für essen frei haben werden, oder? Zumindest war es bei uns in dem Alter so, da war alles andere wichtiger als Riesenbuffets. Klingt aber sehr lecker :smiling_face:

    Ich mag ja Beiträge dieser Art immer besonders gern. :smiling_face_with_hearts: Frag nach empfehlenswerten Outdoor-Schlafsäcken für Temperaturen unter 10°C und man bekommt zur Antwort, ganz schon ungemütlich, warum extra Ausrüstung dafür kaufen und nicht lieber ein günstiges Zimmer buchen, denn als ich im Oktober 2005 mal im Zelt übernachtet habe, war das richtig unentspannt. :D:(:


    Wofür diesen Jugendlichen der Kopf steht und ob es den Aufwand wert ist, kann ich schon selbst gut einschätzen, danke. Das Teenagerkind hatte jetzt mehrere Jahre, glaub vier oder fünf, gar keine Geburtstagsfeier und so sind wir gern bereit, dieses Mal ein wenig mehr Aufwand zu betreiben.

    Danke für die guten Ideen! :smiley_emoticons_thumbsup:


    Wir werden einerseits ein paar Salate machen (auch sowas wie Nudelsalat und Couscoussalat, Kichererbsensalat) und eben Fingerfood. Wraps (und die halbieren oder sogar dritteln), Pestoschnecken, Pizzamuffins, Chutneys, Dips, Brot, usw.


    TiaMaria Hast du das Falafel-Rezept erprobt? Ich habe mich einmal selbst an welchen versucht, jedoch mit einer Fertigmischung. Berühmt waren die nicht.

    Nächstes Wochenende müssen wir ca. 10-15 Halbstarke satt machen und es soll alles vegan sein, weil das hauptsächlich Veganer sind. (Hoffentlich steche ich jetzt nicht in das Wespennest namens Grundsatzdiskussion. :sneezing_face: )


    Wir brauchen zweimal Frühstück und zweimal Abendessen und es ist so, dass die Kinder zelten und wir das Essen hinbringen werden. An einem Abend ist geplant, dass gegrillt wird. Da haben wir eh ein Repertoire an Optionen, aber wenn da noch jemand das ultimative Rezept für Beilagen, Saucen,... hat, gern her damit.


    Bleiben 2x Frühstück und nochmal Abendbrot. Ich hatte eher in Richtung Chili, Gulasch oder Curry gedacht, aber der Vorschlag ist nicht auf Begeisterung gestoßen. Es soll eher in Richtung Fingerfood gehen.


    Habt ihr da Ideen? Für's Frühstück haben wir schon einiges beisammen, da ist eher das Problem die Mengen abzuschätzen. :thinking_face: Auch hier sind aber Vorschläge willkommen, kann ja auch mal etwas besonderes oder exotisches sein, was wir bis jetzt noch nicht auf dem Schirm hatten.

    Doch, man kann es richtig finden. Nämlich dann, wenn einem die Gründe, warum es für dich falsch ist, nicht wichtig sind. Du nennst das dann ignorieren und verdrängen, jedoch kann es genauso gut feste Überzeugung sein, die nichts mit ignorieren und verdrängen zu tun hat. Es ist eben nur eine andere Überzeugung als deine. Robin Hood war auch überzeugt, auf der gerechten Seite zu stehen, als er den Reichen ihr Geld wegnahm. Andere sahen das anders.

    Arger Vergleich.


    Ich kenne ehrlich gesagt keinen Fleischesser, der sagt: "Jawoll, schlachtet die blöden Viecher ab! Geile Sache!". Ich glaube weit verbreiteter als feste Überzeugung ist Wegschauen/Verdrängung oder eben schlicht Gleichgültigkeit, mit der es aus persönlichen Gründen unterschiedlichster Argumentation in Kauf genommen wird.

    Aber aus fester Überzeugung zu sagen: "Massentierhaltung ist cool!" oder "Pro Vollspaltböden!", also nein, das gibt es in der Verbraucher-Realität maximal in einer kleinen Minderheit. Wenn überhaupt. Aber vielleicht bewege ich mich auch einfach nicht in solchen Kreisen. Keiner der vielen Genuß-Fleischesser in meinem Umfeld würde jedenfalls so argumentieren. Und da gibt es auch einige, die sich von Vegetarieren oder Veganern die mit am selben Tisch sitzen, provoziert fühlen.


    Ähnlich auch bei Rauchern die Contra Rauchverbot in Restaurants waren/sind. Da ist niemand bei der fest der Überzeugung ist, dass Gastronomie-Mitarbeiter unbedingt durch Passivrauchen krank werden sollen, weil das so supertoll ist und das eben zu ihrem Berufsrisiko gehört. Ich denke, es ist ihnen aus persönlichen Motiven einfach egal und sie verdrängen diesen Fakt.

    ich bewundere jeden Veganer und würde das auch so gern können. Aber ich bin nicht einfallsreich und diszipliniert genug. Ich habe mehrere Käseimitate ausprobiert, sowohl als Frischkäse als auch als Hartkäse und keiner schmeckte mir. Ich würde meine tierischen Produkte gerne noch weiter einschränken, wenn ich dafür Ersatz fände.

    Veganen Käse finde ich sehr schwierig. Ich mag da 9 von 10 Produkten überhaupt nicht. Am ehesten geht es noch, wenn er zum Weiterverarbeiten, etwa Gratinieren, genutzt wird. Pizza mit veganem Pizzaschmelz kann man schon mal essen. Auch der Käse im veganen Cordon Bleu ist eigentlich ganz okay (das Schinken-Imitat eher weniger). Wenn ich mich entscheiden muss, würde ich aber echten Käse immer bevorzugen.


    Aber auch da finde ich es ja schon ganz gut, wenn man statt zu ersetzen eben ein wenig reduziert. Was bei uns gut klappt, da wir abends meistens "kalt" essen, eben gerne Brot mit Käse oder anderen Aufschnitt/Aufstriche und Gemüse: statt drei, vier fünf Käsesorten kaufen, eben nur noch einen guten da haben und stattdessen ganz andere Sachen zum Brot essen. Verschiedene Humus-Arten oder mein heißgeliebtes Paradeiser-Tartar (mein All-Time-Favorit vom landesweit berühmten Tomatenbauern in der Nähe), Rohkost, Gemüse-Aufstrich, gepickeltes Gemüse, Oliven, usw. Ich finde es ist schon eine gute Entwicklung. Vor einigen Jahren hatten wir am Abendbrot-Tisch mehrere verschiedene Käsesorten und durchaus auch mal Salami oder Schinken. Inzwischen wird ein gutes Käsestück pro Woche gekauft und im Sommer ab und zu auch mal Mozzarella. Das ist deutlich weniger als noch vor ein paar Jahren. Anstelle von Frischkäse macht meine Frau einige gute Aufstriche selbst, zum Beispiel herrlichen Kürbiskernaufstrich.

    Wenn es geschmacklich annehmbare Alternativen gibt, kann ich mir in Zukunft auch vorstellen zu ersetzen (wie wir es bei Butter, Milch, Sahne schon getan haben, weil es gute und adäquate Produkte gibt).

    Mir geht ja die Aufgeladenheit und Emotionalität in diesen Veganer-Vegetarier-Fleischesser-Diskussionen immer so auf den Zeiger.


    Was hat es einen Fleischesser zu interessieren, was sich ein Veganer reinpfeift und warum fühlt man sich so massiv angegriffen, wenn über Produkte gesprochen wird, die man selbst nicht konsumiert/konsumieren will. Mich stört doch auch nicht, dass es meinen Lieblingsjoghurt auch ohne Laktose gibt.

    Ich esse Fleisch (über die Jahre ist es kontinuierlich weniger geworden, inzwischen einmal alle sechs bis acht Wochen. Wird in der Grillsaison aber wahrscheinlich wieder etwas mehr), teile den Haushalt aber mit einem vegetarisch und einem vegan essenden Familienmitglied. Kaufe also auch Ersatz- und Imitatprodukte und wenn davon was auf den Tisch kommt, esse ich mit. Manches finde ich geil, manches brauche ich nicht. Grillwürstchen gehen für mich zum Beispiel gar nicht, da habe ich noch nichts gefunden, was mir schmeckt. Da ist die Konsistenz irgendwie das Problem. Aber veganes Hack oder auch Hähnchen in Wraps zum Beispiel sind ganz lecker. Schmeckt nicht 1:1 wie Fleisch, aber imitiert es ganz gut. Warum soll ich mich als Fleischesser davon bedroht oder angegriffen fühlen? Ich sehe da nur Gutes dran und finde es auch sehr positiv, wenn Leute, die nicht auf tierische Produkte verzichten wollen, Alternativen zur Hand haben und dadurch ihren Konsum etwas reduzieren. So wird es in Summe weniger, wenn man regelmäßig zum veganen Fruchtgummi oder Pflanzenmilch greift. Ich kann auch nicht ganz verzichten (zumindest solange es für die Haribo Frösche keinen gleichwertigen Ersatz gibt), aber will mich deswegen jetzt auch nicht fertig machen (lassen).


    Die Biomarke Ja! Natürlich macht grade Versuche damit Faschiertes (Hack) mit pflanzlichen Zutaten zu mischen. 60% Fleisch und 40% zum Beispiel Kräutersaitling oder Gerste. Gab noch zwei andere Sorten, glaube ich. Den Gedanken finde ich auch nicht übel, also ein Fleischgericht essen, aber dabei dann wenigstens deutlich weniger Fleisch konsumieren. Ich werde es demnächst mal ausprobieren.

    Schmecken wird er sicherlich. Der Boden könnte nur etwas kompakt und trocken sein.

    Hat er. Ich hätte mir den Boden fluffiger gewünscht, aber die Frucht (Maracuja) und Sahne haben für Ausgleich gesorgt und somit war der Kuchen trotzdem in Ordnung. Das Geburtstagskind hatte nichts zu beanstanden. :thumbs_up_medium_light_skin_tone:

    Wenn du das Mehl mit dem Mixer verrührst,war deine Arbeit vorher umsonst,denn das Volumen aus Ei und Zucker fällt dann wieder zusammen.

    Das wusste ich nicht. Der Kuchen schmeckt hoffentlich trotzdem. Ich werde es morgen erfahren und zum Glück ist dann wieder eine Weile Pause, bis ich mich das nächste Mal im Backen beweisen muss. :D:(:

    Sehr interessant, dann habe ich den Part mit dem "unterheben" versemmelt, denn nach dem mühseligen Sieben, habe ich nochmal den Mixer ein paar Runden drehen lassen.

    Gemahlene Mandeln bestehen doch nicht aus gröberen Mandelstückchen.

    Hast du statt gemahlenen Mandeln gehackte Mandeln in den Teig getan?

    Ich bin weder blind, noch blöd und kann gehackte von gemahlenen Mandeln schon unterscheiden. :winking_face: Mit freiem Auge fällt es auch überhaupt nicht auf, aber beim Sieben waren unter dem feingeriebenem Mandelpulver auch etwas größere "Krümel", die im Sieb hängen geblieben sind.

    Meine Frage: Welchen Sinn hat es eigentlich, beim Kuchenbacken Zutaten zu sieben?


    Ich habe gerade Kuchen gebacken und man sollte gemahlene Mandeln, Kakao, Backpulver vermengen und über die bereits schaumig gerührten Eier+Zucker sieben. Habe ich brav nach Rezept gemacht, doch die etwas gröberen Mandelstückchen passten nicht durch's Sieb. Sollte man die dazu tun oder weg? Ich habe sie dann trotzdem in den Teig gekippt. War das falsch?


    Ab und zu liest man in Rezepten aber auch, dass Mehl gesiebt werden soll. Wozu eigentlich? Mich stört es nicht, ich backe eh nur 2-3x im Jahr einen Kuchen und mache es dann eben so wie im Rezept steht. Aber würde der Kuchen nicht gelingen, wenn man das Mehl einfach ungesiebt dazu tut?


    Fragen über Fragen. :grinning_squinting_face: